Berlin - Der Ehrenvorsitzende der Liberalen, Hans-Dietrich Genscher, steckt offenbar mit dahinter: Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner soll einem Zeitungsbericht zufolge stellvertretender Chef der Bundespartei werden. Dafür hätten sich mehrere Präsidiumsmitglieder ausgesprochen, berichtet die "Bild"-Zeitung, darunter Genscher. Die Personalie solle auf dem vorgezogenen Parteitag im März beschlossen werden.
Dem 34-jährigen Lindner werden schon länger Ambitionen nachgesagt, in der neuen Führung eine stärkere Rolle spielen zu wollen. Offiziell hat er sich dazu bislang nicht geäußert, doch seit langem wird er als einer der möglichen neuen Vizes der FDP gehandelt. Seine Aussichten wären wohl gut: Sein Landesverband ist ohnehin der stärkste in der Partei - er stellt ein Viertel der zuletzt rund 60.000 Mitglieder, an den Delegierten aus NRW kommt niemand vorbei.
Für Lindner soll laut "Bild"-Zeitung offenbar Birgit Homburger ihren Vizeposten räumen. Die Vorsitzende der baden-württembergischen FDP ist als Beisitzerin im Präsidium im Gespräch. Sie könnte auf den Platz von Elke Hoff rücken, die laut Bericht das Präsidium verlässt. Offen sei, wie viele Bewerber es um den Beisitzerposten von Dirk Niebel gibt.
Außer dem Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki erwäge offenbar auch der rheinland-pfälzische Landeschef Volker Wissing eine Kandidatur. Niebel selbst werden nach Angaben der Zeitung kaum noch Chancen auf einen Präsidiumsposten eingeräumt. Grund sei die große Verärgerung in der Partei über seine wochenlange Kritik an FDP-Chef Philipp Rösler.
yes/dapd
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