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Nebenjob: Ex-Pirat Lauer berät Springer-Konzern

Berliner Ex-Pirat Lauer: In Diensten des Axel Springer-Konzerns Zur Großansicht
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Berliner Ex-Pirat Lauer: In Diensten des Axel Springer-Konzerns

Christopher Lauer, Berliner Abgeordneter und früherer Piraten-Landeschef, hat einen einträglichen neuen Nebenjob: Er berät den Axel-Springer-Konzern in Fragen des Datenschutzes. Ganz transparent hat er seine Einkünfte offengelegt.

Berlin - Der Berliner Abgeordnete und ehemalige Piraten-Landeschef Christopher Lauer hat einen neuen Job: Er wird den Medienkonzern Axel Springer, zu dem auch die "Bild"-Zeitung gehört, in Sachen Datenschutz beraten.

"Ich gehe offen mit meiner Tätigkeit um", sagte Lauer dem Berliner "Tagesspiegel". Es sei ihm klar, dass einige jetzt die Gelegenheit nutzen würden, gegen ihn zu stänkern, zitiert ihn das Blatt.

Tatsächlich kam er dem Piraten-Ideal der Transparenz nach und legte sein Einkommen offen, obwohl er das nicht tun müsste: Nach den Regeln des Berliner Abgeordnetenhauses dürfte er sein Einkommen aus dem Nebenjob verschweigen. Doch Lauer unterwarf sich freiwillig den Regeln für Bundestagsabgeordnete. Die müssen ihr Gehalt in zehn Stufen angeben.

Lauers Springer-Job bringt ihm Stufe zwei ein: Er wird demnach von Januar bis März - so lange soll der Beratervertrag laufen - monatlich zwischen 3.500 und 7.000 Euro verdienen.

Rechtlich ist die Nebentätigkeit unbedenklich: Jeder Berliner Parlamentarier darf einen Nebenjob haben. Das Abgeordnetenhaus ist im Gegensatz zu anderen Landesparlamenten ein Teilzeit-Parlament.

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1. Witz in Dosen
Blaumännchen 07.01.2015
Als Pirat wollte Experte Lauer noch das Urheberrecht abschaffen. Grund: Um die Kreativen aus den Klauen der Konzerne zu befreien (was die Kreativen nie gefordert hatten weil sie dann brotlos geworden wären). Jetzt "berät" Lauer einen Medienkonzern. Weiter so....
2. Idealismus 2.0 - Sehr Systemkritisch
undkonsum 07.01.2015
Toll, das "System" und die bösen bösen etablierten Politiker dikreditieren, Alternativen fordern um gewählt zu werden und dann 1A abzusahnen und 3.000.- 7.000 € neben einem Job als Abgeordneter abzusahnen. Das es dann noch Springer sein muss... Geschenkt, naja oder eben nicht ;-) . Idealismus 2.0
3. Jetzt, wo der Kindergeburtstag (Die Piraten, lach)
margot 07.01.2015
vorbei ist, muss er auch sehen, wo er bleibt. Springer ist zwar nicht Gazprom, aber ein bischen was wird schon übrig bleiben...
4. Empörung unlogisch
oidahund 07.01.2015
Ich verstehe nicht, was daran verwerflich ist, wenn er einen Konzern in Fragen des Datennschutzes berät. Er schreibt keine Artikel/Kommentare, wirbt nicht dafür, sondern beschääftigt sich mit einnem Piratenthema - Datenschutz. Er hält sich sogar an strengere Transparenzregeln, die für ihn nicht gelten und legt sein Einkommen offen. Er bekommt für den Job max. 21 TEUR - vor Steuern. - Also wo liegt, außer einem gewissen Neid bei so manchen, das Problem?
5. Teilzeitparlament
auweia 07.01.2015
Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin üben ihr Mandat neben der eigentlichen Berufstätigkeit aus. Sie sind also nicht "vollversorgt" wie etwa ein Bundestagsabgeordneter oder Abgeordnete einiger anderer Landesparlamente. Die Abgeordnetenentschädigung beträgt aktuell etwa 3500 Euro. Die Tätigkeit von Herrn Lauer ist also eher wie ein normaler Job zu bewerten. Ich sehe keinen Grund für Kritik.
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