Cottbus Staatsschutz ermittelt zu Angriff auf Flüchtlingsheim

In der Nacht zum Neujahr haben Unbekannte in einer Cottbuser Unterkunft Flüchtlinge angegriffen. Der Hintergrund ist noch unklar. Es gibt Kritik am Wachpersonal.


Wegen eines Angriffs auf eine Flüchtlingsunterkunft in Cottbus ermittelt jetzt der Staatsschutz. Das teilte die Polizei mit. Es gehe um gefährliche Körperverletzung. Außerdem müsse geprüft werden, ob ein fremdenfeindliches Motiv hinter dem Angriff stecke. Bereits in der Nacht zum 1. Januar sollen mehrere Unbekannte in das Heim in Brandenburg eingedrungen sein und Bewohner verletzt haben.

Nach Angaben der Polizei ging bei den Einsatzkräften gegen 2.10 Uhr ein Notruf vom Wachschutz der betroffenen Unterkunft ein. Mehrere Deutsche sollen dort zuvor geklingelt und die Wachschutzmitarbeiter geöffnet haben. Als dann niemand eingetreten sei, hätten Mitarbeiter an der Tür nachgesehen. Dann hätten vier Männer und zwei Frauen die Unterkunft gestürmt und seien auf mehrere Flüchtlinge losgegangen.

Eine Bürgerinitiative in Cottbus hatte am Montag in einer Mitteilung auf den Vorfall aufmerksam gemacht und gefordert, dass das Sicherheitsunternehmen künftig keine Aufträge mehr von der Stadt erhalten dürfe. Bewohner hätten der Initiative geschildert, dass Wachleute nur zugeschaut hätten, als Flüchtlinge geschlagen wurden. Nach Polizeiangaben sind die Wachschutzleute, die in der Einrichtung zur Zeit des Vorfalls gearbeitet hatten, den Behörden nicht als Rechte bekannt.

aev/dpa



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