Machtkampf in der CSU Aigner bekräftigt Anspruch auf Seehofers Nachfolge

"Ich glaube, dass ich es könnte, ich glaube, dass es Bayern guttun würde.": Ungewohnt offen hat CSU-Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ihren Anspruch auf die Nachfolge von Ministerpräsident Horst Seehofer angemeldet.

CSU-Rivalen Aigner, Seehofer, Söder (v.l.n.r.)
DPA

CSU-Rivalen Aigner, Seehofer, Söder (v.l.n.r.)


Horst Seehofer und Markus Söder mögen sich nicht. Seit Monaten beharken sich die beiden CSU-Politiker auf offener Bühne, sie lassen keine Gelegenheit aus, einander zu piesacken. Trotzdem gilt es fast schon als ausgemacht, dass Finanzminister Söder die Nachfolge Seehofers antreten und 2018 als Spitzenkandidat in die bayerische Landtagswahl gehen wird. Obwohl in CSU-Kreisen sogar von einem "Anti-Söder-Plan" Seehofers die Rede ist.

Doch frei nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, freut sich die Dritte, hat nun Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ihren Anspruch auf Seehofers politisches Erbe bekräftigt. "Ich glaube, dass ich es könnte, ich glaube, dass es Bayern guttun würde", sagte die CSU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen".

Ohne ihren Rivalen Söder beim Namen zu nennen, fügte Aigner hinzu: "Ich kämpfe dafür aber nicht ohne Rücksicht und mit allen Mitteln." Im Bundeskabinett habe sie gelernt, dass man als Team zusammenarbeite, sagte die frühere Bundesverbraucherministerin. In München habe Aigner dann die Erfahrung machen müssen, dass man sich gegenseitig belauere.

Nach den Plänen von CSU-Chef Seehofer soll die Partei nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 darüber entscheiden, wer ein Jahr später als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Bayern antritt.

syd/dpa



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insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
jujo 18.03.2016
1. ....
Schon klar Frau Aigner, die Aussage ist gemacht mit Absprache von Seehofer. Ein durchsichtiges Manöver um Söder zu bremsen.
vulkaneifler 18.03.2016
2. Wieder ein Plan von Ihr
Die gute Fr. Eigner was hat Sie denn bis jetzt gemacht von einem Fettnäpfchen ins nächste gestolpert. Die Lösungen von Ihr waren immer Ihre 10 punkte Pläne , die nie umgesetzt wurden. Da muss ich sagen die Bayern haben eine bessere Frau als Ministerpräsidentin verdient. Siehe Dreyer RLP oder Kraft NRW u. Karrenbauer Saarland
dani216 18.03.2016
3. Die Ankündigungsministerin!!!
Man kann den Bayern nur wünschen, daß ihnen das erspart bleibt.
tommit 18.03.2016
4. Jetzt wird das Bild klar
Seehofer würde gerne Angela beerben und Aigner Seehofer... deshlab keilt der auch gerade so aus... er will der erste bayrische Bundeskanzler werden... oh da hat er aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht... Aber wenn Angela über mehrere Nobelpresie in den Olymp gewählt wird klappt es vielleicht doch noch... geisler hat sie ja letztes Jahr schon nominiert... Wie bescheiden...
Graphite 18.03.2016
5. Bitte nicht
Bitte Bitte nicht Frau Aigner! wie fähig diese Frau ist hat sie ja schon mehrfach negativ bewiesen. Jemand der nicht wegen seinem Können sondern wegen siener Herkunft eine Position hat ist nicht zu gebrauchen und bestimmt nicht gut für das Volk!
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