Rentenstreit CSU-Ministerin lehnt Zuschüsse für Arme ab

Noch ein Vorschlag für eine Rentenreform: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will ein eigenes Rentenkonzept durchsetzen. Sie fordert, dass Kinderlose mehr zahlen und lehnt Ursula von der Leyens Zuschussrente ab - Zuschüsse für Arme dürfe es nicht geben.

Christine Haderthauer: Bayerns Sozialministerin kritisiert von der Leyens Zuschussrente
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Christine Haderthauer: Bayerns Sozialministerin kritisiert von der Leyens Zuschussrente


München - Die CSU-Politikerin Christine Haderthauer stellt sich gegen die Rentenpläne der CDU-Sozialministerin Ursula von der Leyen. Haderthauer ist dagegen, dass Altersbezüge von Geringverdienern über Hartz-IV-Niveau gehoben werden. Von der Leyens Konzept sieht vor, die Renten von Niedrigverdienern unter bestimmten Bedingungen auf maximal 850 Euro aufzustocken. Dafür muss aber privat vorgesorgt werden.

Das lehnt Haderthauer strikt ab. Die bayerische Sozialministerin fordert, dass Geringverdiener im Alter niedrige Renten erhalten. Der "Leipziger Volkszeitung" sagte Haderthauer: "Die Rente muss immer ein Spiegel der Lebensleistungen bleiben". Wenn jemand sein Leben lang sehr wenig oder zu Niedriglöhnen gearbeitet habe, dann könne er keine hohe Rente erwarten.

Haderthauer hat ein Alternativkonzept zum Modell der Zuschussrente vorgelegt. Die CSU-Politikerin sieht nicht die Niedriglöhne als Hauptursache für Altersarmut, sondern die Schlechterstellung von Frauen. Diesen Missstand will Haderthauer mit einer Familienkomponente im Rentensystem beseitigen. In mehreren Stufen soll die Anerkennung von Familien- und Erziehungsleistungen bei der Rente verbessert werden. Insgesamt gehe es um Leistungen von 11,6 Milliarden Euro.

Das Modell entspreche "grundsätzlich der Linie der CSU", erläuterte ein Sprecher Haderthauers der Nachrichtenagentur dpa. Der erste Schritt sei parteiintern abgestimmt. Demnach sollen künftige Rentnerinnen auch für Geburten vor 1992 drei Kindererziehungsjahre bei der Rente angerechnet bekommen. Zudem will Haderthauer einen Kinderfreibetrag einführen, Mutter oder Vater sollen in den ersten zwölf Lebensjahren pro Kind 50 Euro weniger Rentenbeitrag zahlen. Solche Veränderungen bei der Rente hat Haderthauer bereits 2011 in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" gefordert, ganz neu ist ihr Konzept also nicht.

In der Union ist von der Leyens Zuschussrente umstritten. Bundesfinanzminister Schäuble lehnt sie ab, er sieht keine drohende Altersarmut. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung befürwortete hingegen die Zusatzrente. Bei einer repräsentativen Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag" stimmten 58 Prozent der Befragten stimmten für das Modell, mit dem Renten unterhalb der Grundsicherung aufgestockt werden sollen. Nur 37 Prozent lehnten einen solchen Plan ab.

lis/dapd/dpa



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adam68161 09.09.2012
1. Vollkommen durchgeknallt!
scheint jetzt auch die Frau von der Leyen und ihr Anhang. Was ist denn die so schamhaft bezeichnete "Aufstockung" anderes als ein Griff in die Taschen der anderen Steuer- und Rentenzahler? Wenn jetzt die CDU unter dem beliebigen Mäntelchen der "Gerechtigkeit"schon munter mit Umverteilungen beginnt, ist man nicht mehr weit weg vom "Grundeinkommen" der Piraten. Immer nur munter den anderen in die Taschen greifen und sich selber die Diäten und Ministerpensionen erhöhen: eine verlotterte Gesellschaft ist das!
Gebetsmühle 09.09.2012
2. endlich!
Zitat von sysopDPANoch ein Vorschlag für eine Rentenreform: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will ein eigenes Rentenkonzept durchsetzen. Sie fordert, dass Kinderlose mehr zahlen und lehnt Ursula von der Leyens Zuschussrente ab - Zuschüsse für Arme dürfe es nicht geben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,854792,00.html
endlich läßt die hadertauer mal die hosen runter, wie "sozial" und "christlich" ihre partei und sie selbst denn nun wirklich ist. nämlich gar nicht. schöner kann man als überversorgte politzecke seine ignoranz gegenüber einem großen teil der darbenden bevölkerung nun wirklich nicht mehr zeigen. ich schäme mich dafür, in bayern zum wohnen, wo diese leute das sagen haben.
Gebetsmühle 09.09.2012
3.
nein. leute mit hirn gehen nicht in eine partei. das haben die gar nicht nötig.
anteater 09.09.2012
4. Kinderlos und Spaß dabei
Mutter oder Vater sollen also 12 Jahre lang weniger Rentenbeitrag zahlen. So ganz sehe ich den Unterschied zu einer Kindergelderhöhung nicht (ja, klar, Kindergeld gibt es nicht nur die ersten 12 Jahre). Einen ähnlichen Ansatz hatte ja der sächsische und wahrscheinlich relativ unbekannte CDU-Mann Wanderwitz. Nur war es da eher eine Strafabgabe für Kinderlose. Ein schaler Geschmack bleibt da schon, wenn man für ein von der CDU/CSU-Vorstellung abweichendes Lebenskonzept hat, oder einfach keinen Partner (m/w) fand, mit dem man in diese Welt Kinder setzen möchte.
Der_Franke 09.09.2012
5. 0 Euro Altersversorgung für dies Dummschwätzerin
Zitat von sysopDPANoch ein Vorschlag für eine Rentenreform: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will ein eigenes Rentenkonzept durchsetzen. Sie fordert, dass Kinderlose mehr zahlen und lehnt Ursula von der Leyens Zuschussrente ab - Zuschüsse für Arme dürfe es nicht geben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,854792,00.html
Wer so viel Unsinn von sich gibt wie diese CSU Generlsekretärin sollte eine Rente nach Leistungsgerechtigkeit erhalten: Daher keine Altersversorgung für Haderthauer.
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