Parteitag CSU wählt Herrmann mit 98 Prozent zum Spitzenkandidaten

Joachim Herrmann beerbt Gerda Hasselfeldt: Der bayerische Innenminister wird Spitzenkandidat der CSU für die Bundestagswahl. Ein Sonderparteitag wählte ihn mit über 98 Prozent der Stimmen.

Joachim Herrmann auf dem Sonderparteitag in Germering
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Joachim Herrmann auf dem Sonderparteitag in Germering


Herrmann beerbt Hasselfeldt: Mit 98,4 Prozent der Stimmen hat die CSU Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu ihrem Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gewählt. 249 der 254 Delegierten stimmten am Samstag in Germering bei München für den Franken.

Herrmann erzielte damit fast das identische Ergebnis wie seine Vorgängerin Gerda Hasselfeldt vor vier Jahren - sie hatte damals 98,7 Prozent der Stimmen erhalten. Die Vorsitzende der Landesgruppe im Bundestag beendet nach der laufenden Legislaturperiode ihre politische Karriere in Berlin.

Die CSU bringt Herrmann damit als möglichen Nachfolger von Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Stellung. Falls es nicht dazu kommt, will die CSU-Spitze ihren prominentesten Innenexperten allerdings nach Angaben aus Parteikreisen als Minister in München behalten.

Auf Vorschlag der Parteispitze folgen auf den wichtigen Listenplätzen zwei bis fünf: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Dobrindts parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär, Generalsekretär Andreas Scheuer und Entwicklungsminister Gerd Müller. Diese fünf Personen tauchen namentlich auf den Stimmzetteln in ganz Bayern auf.

abl/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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post.scriptum 06.05.2017
1. Merkel-Versteherin geht
Hasselfeldt geht, Herrmann kommt. Oder: Merkel-Freundin geht, Merkel-Kritiker kommt. Gut so. In der nächsten Koalition wird es für Merkel, an ihrer 4. Kanzlerschaft zweifelt wohl noch nicht einmal mehr Martin Schulz, deutlich schwieriger werden. Eine Offene-Grenzen-Politik wie bisher, wird es dann wohl nicht mehr geben.
haltetdendieb 06.05.2017
2. 98%?????
Ob das man reicht? Mit solchen Ergebnissen kann das ja gar nichts werden. Vertrauen sieht anders aus. 100% sind die Marke, die es zu reißen gilt. Wie beim Marathon die mystischen 2:00:00 Stunden. Herrmann machs gut! Trotz dieses Ergebnisses.
Mach999 06.05.2017
3.
Offene Grenzen? Ich weiß nicht, wo sie in den letzten anderthalb Jahren waren. Zu Ihrer Information: Es gibt inzwischen wieder Grenzkontrollen an EU-Binnengrenzen. Die Bundespolizei setzt tausende Beamte ein, um Staus bei der Einreise aus Österreich zu produzieren. (Ist auch wichtiger, als an Silvester die Bahnhöfe zu überwachen.)
sachsuli 06.05.2017
4. Eine gute Entscheidung
Wenn die CSU nun den bayerischen Innenminister nach Berlin schickt, dann geschieht das in der Hoffnung, die erfolgreiche innenpolitische Linie der CSU in Bayern, bundesweit umzusetzen. Ob das allerdings so möglich ist, darf bezweifelt werden. Denn anders als in Bayern, werden andere Parteien mit am Tisch sitzen, wenn Entscheidungen getroffen werden. Der bayerische Innenminister ist ein erfahrener Innenpolitiker, kein Dampfplauderer. Ein Verfechter einer klaren Linie, die im Bund abhanden gekommen ist. Insbesondere in den rot / grün regierten Ländern, wird zu viel Kriminalität mit sozialem Umfeld, mangelnder Chancengerechtigkeit begründet. Genau diese Sicht ist prinzipiell falsch, denn Hunger leidet in unserem Land tatsächlich kein Mensch. Mundraub dürfte in der PKS vermutlich im Promillebereich ausgewiesen sein. Eigentumsdelikte und Gewaltkriminalität schrecken die Menschen und geben ihnen ein Gefühl der Unsicherheit. Eine klare Linie im Hinblick auf Verbrechensbekämpfung ist sicher nicht verkehrt. Nur man darf nicht vergessen, im gleichen Maße auch auf der justiziellen Seite personell nachzulegen. Das kostet Geld, Geld was man in der Politik gern für Wohltaten seiner Klientel ausgibt.
micromiller 06.05.2017
5. So ähnlich wie St. Martin, ein toller Sieg und
als Innenminster Deutschlands sicher gut. Fragt sich nur welche "Stelle" Frau Angela für St. Martin geplant hat, denn Herr Gabriel wird den "Posten" des Aussenamts, das er so rasant wahrnimmt und was mit vielen wichtigen Reisen verbunden ist, nicht so ohne weiteres hergeben wollen.
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