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DAS THEMA DES TAGES

Trauer in Straßburg

Die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris, bei denen in einer Nacht 130 Menschenleben ums Leben kamen, blieben ein unbewältigter Albtraum für viele Franzosen. Nun folgte mit dem Anschlag von Straßburg ein weiterer Schock: ein Mann tötete am Rande des traditionellen Weihnachtsmarkts mehrere Menschen (mehr dazu erfahren Sie hier, die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier im Newsblog). Die französischen Behörden stufen die Tat als islamistisch motiviert ein. Die Suche nach dem Täter lief am Mittwochabend noch. In der Stadt herrscht Trauer um die Opfer.

Bei dem mutmaßlichen Angreifer Chérif C. handelt es sich um einen Intensivtäter, so viel ist bekannt. Er war bereits in mehreren Ländern inhaftiert, darunter Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Dort saß er vor allem wegen Einbrüchen ein. Als Islamist war er in Deutschland nicht bekannt. Die französischen Behörden listen ihn hingegen als Gefährder. Laut Innenministerium wurde während C.s Zeit im Gefängnis "eine Radikalisierung in seiner religiösen Praxis festgestellt".

AFP

Der Anschlag sorgt in Frankreich dafür, dass die Demonstrationen der "Gelbwesten" weniger Aufmerksamkeit bekommen, die in den vergangenen Tagen die Nachrichten beherrscht hatten. Das Attentat trage dem Präsidenten wieder seine klassische Rolle zu: Garant der Sicherheit aller Franzosen. Das könne die Autorität von Emmanuel Macron wieder stärken, analysiert Georg Blume.

Schwere Prüfung für Theresa May

REUTERS

Ihre Autorität liegt hingegen ziemlich in Trümmern: Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Ein Gruppe von Konservativen will sie mit einem Misstrauensvotum als Chefin der Partei ablösen. Hintergrund ist das Chaos rund um den von May mit der Europäischen Union ausgehandelten Brexit-Vertrag. Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Die Psyche seiner Landsleute beschreibt der britische Historiker Richard Evans in diesem Interview.

Für May könnte es bei der Abstimmung am Mittwochabend jedoch noch reichen: Bislang haben sich offenbar mindestens 150 Abgeordnete der konservativen Partei zu ihr bekannt. Ihre Fraktion zählt 315 Abgeordnete. Somit würde May nur acht Stimmen mehr benötigen, um im Amt bleiben zu können. Wie das parteiinterne Misstrauensvotum funktioniert, lesen Sie hier.

DIE ZAHL DES TAGES

20,3 Prozent

Schon länger steht die Online-Enzyklopädie Wikipedia in der Kritik, weil vor allem Männer die Artikel schreiben und Frauenbiografien unterrepräsentiert sind. Tatsächlich handelt nur etwa jeder fünfte von mehr als 330.000 deutschsprachigen Artikeln über Personen der vergangenen 100 Geburtsjahre von einer Frau. Das hat eine Auswertung von SPIEGEL ONLINE ergeben. Hier erfahren Sie mehr Details dazu.

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NEWS

Was Sie heute wissen müssen

  • Neuer Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer: Der CSU-Politiker will abgelehnte Asylbewerber künftig bis zur Abschiebung in Gewahrsam nehmen lassen. Entsprechende Gesetzesvorschläge will er im nächsten Jahr vorlegen.
  • Über Umwege: Die Bundesregierung will trotz des Lieferstopps für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien andere europäische Nationen nicht am Export von Waffensystemen hindern, an deren Entwicklung Deutschland beteiligt ist. Das geht aus einem Bericht an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor.
  • Gute Nachrichten für besorgte Eltern: Die Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen hat sich im vergangenen Jahr leicht verringert. Allerdings wurden immer noch 21.721 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren wegen eines Vollrauschs im Krankenhaus behandelt. Jungen sind häufiger betroffen.

MEINUNG

Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Widerstand gegen Plan aus dem Gesundheitsministerium: Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig speziell geschulte Ärzte und Psychotherapeuten Patienten mit psychischen Problemen voruntersuchen und entscheiden sollen, wer welche Therapie bekommt. Doch Psychologen, Ärzte und Psychotherapeuten sind wenig begeistert von den Plänen. Ariadne Sartorius startete eine Petition dagegen.

DER SPIEGEL

Ein Mann gegen ein Imperium: Harald Schmidt hat - wie viele andere wohl auch - einen seltsamen "O du fröhliche"-Brief von Volkswagen bekommen. Er antwortet darauf - mit einem Schreiben, das der Konzern verdient. Hier geht es zum Video.

STORIES

Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

Keine Geschenke, kein Problem? So einfach ist es dann doch wieder nicht, Harmonie an den Feiertagen zu schaffen. Es kommt vor allem auf die Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem an, sagt die Hamburger Psychologin Miriam Depping.

Was Nahrungsergänzung leisten kann - und was nicht: Muskeln brauchen Proteine, also Eiweiße, zum Aufbau und zur Regeneration. Spezielle Sportlernahrung soll besonders viel davon liefern - aber ist das überhaupt nötig? Die Antwort finden Sie hier.

Getty Images/iStockphoto

MEIN ABEND

Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Heute Abend könnten Sie mal wieder ein Brettspiel spielen. Das ist auch eine gute Idee, um Spannungen in der Familie abzubauen. Was es außer Klassikern wie Siedler von Catan und Uno gerade gibt, stellt meine Kollegin Diana Doert hier vor.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Vanessa Steinmetz vom Daily-Team

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