Datenlese Die Konzepte hinter den Kandidaten

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Noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl, und scheinbar dreht sich alles um Köpfe und Gesten. Aber worum geht es wirklich? Unsere interaktive Analyse der Wahlprogramme zeigt, mit welchen Themen sich die Parteien befassen - und führt Sie direkt zu den Textstellen im Wortlaut.

Welche Konzepte die Parteien für die kommenden vier Jahre ausgeklügelt haben, tritt in der heißen Phase des Wahlkampfs gelegentlich in den Hintergrund. Dabei gibt es sie, auf vielen Dutzenden Seiten in den Wahlprogrammen. Jeder kann dort nachlesen, wofür die Parteien stehen und was sie mit diesem Land vorhaben - sofern sie an die Macht kommen.

Vergleicht man nur Äußerlichkeiten, ähneln sich die Wahlprogramme der größeren Parteien erstaunlich: Fast alle kommen mit 40.000 bis 45.000 Wörtern aus, lediglich die Piraten fassen sich mit 36.000 Wörtern ein wenig kürzer. Die Grünen hingegen muten den Wählern deutlich mehr zu - fast 90.000 Wörter auf 327 Seiten.

Um welche Inhalte sich die Programme drehen, zeigt unsere interaktive Grafik. Zwar kommen die wesentlichen politischen Themenfelder bei allen Parteien vor, jedoch in ganz unterschiedlicher Gewichtung. So befasst sich die FDP deutlich ausführlicher mit Recht, Sicherheit und Integration als etwa die Linke. Und die Grünen widmen nicht nur der Umwelt mehr Platz als die anderen Parteien, sondern auch dem generellen Thema Staat und Demokratie.

Interaktiv: Die Konzepte hinter den Kandidaten
Diese Differenzen werden noch deutlicher, wenn man einzelne Begriffe vergleicht - etwa zentrale politische Werte wie Freiheit, Sicherheit und Gleichheit. In welcher Frequenz diese Schlagwörter in den Wahlprogrammen auftauchen, zeigt die zweite Ansicht der Grafik. Wie in einem Barcode durchzieht das Thema Gleichheit die Programme von SPD und Grünen, während die FDP in ähnlicher Taktung die Freiheit thematisiert.

Im dritten Schritt können Sie selbst nach Begriffen suchen und deren Häufigkeit im interaktiven Wortnetz vergleichen. Das Diagramm stellt die Nennungen in absoluten Zahlen dar. Überdurchschnittlich hohe Werte bei den Grünen ergeben sich dabei in vielen Fällen schon aus ihrem geradezu epischen Wahlprogramm. Spannend sind aber auch hier die Ausnahmen - wenn die FDP trotzdem häufiger den "Markt" unterbringt als die Grünen, oder die Linken die "Banken".



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13 Leserkommentare
analyse 18.09.2013
sozialemarktwirtschaft 18.09.2013
GGArtikel5 18.09.2013
oliver71 18.09.2013
Kommentarschreiber 18.09.2013
keinuntertan 18.09.2013
an-i 18.09.2013
women_1900 18.09.2013
max.muster 18.09.2013
helmut.alt 18.09.2013
susiwolf 18.09.2013
susiwolf 18.09.2013
sozialemarktwirtschaft 18.09.2013

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