Verteidigungsminister: De Maizière bedauert Schärfe seiner Soldatenkritik

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dapd

Verteidigungsminister de Maizière: "Der Ton macht die Musik"

Seine Wortwahl erscheint ihm jetzt doch zu hart: Verteidigungsminister de Maizière hat eingeräumt, bei seiner umstrittenen Soldatenkritik "nicht den richtigen Ton getroffen" zu haben - die eigentliche Botschaft verteidigte der CDU-Politiker in einem Zeitungsinterview allerdings.

Berlin - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bedauert inzwischen seine Wortwahl bei seiner umstrittenen Kritik an Bundeswehrsoldaten: "Die Reaktionen auf meine Äußerungen haben mir klar gemacht, nicht nur in der Musik gilt: Der Ton macht die Musik. Ich habe nicht den richtigen Ton getroffen", sagte de Maizière in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Der Minister verteidigte aber die zentrale Botschaft seiner Soldatenkritik: "Die Melodie bleibt aber richtig", so der Minister. "Als Chef muss man auch öffentlich einmal ein kritisches Wort sagen dürfen." Er stelle "immer wieder fest, dass diese hohe Wertschätzung von außen in der Bundeswehr selbst nicht so richtig wahrgenommen wird. Nur darauf wollte ich aufmerksam machen."

De Maizière hatte am vergangenen Wochenende über Bundeswehrsoldaten gesagt: "Sie haben den verständlichen, aber oft übertriebenen Wunsch nach Wertschätzung. Sie sind vielleicht geradezu süchtig danach." Etliche Soldaten glaubten, dass sie viel weniger anerkannt würden, als es in Wirklichkeit der Fall sei. De Maizière hatte die Soldaten aufgefordert, nicht "dauernd nach Anerkennung zu gieren. Die Wertschätzung anderer bekommt man nicht dadurch, dass man danach fragt, sondern dass man gute Arbeit leistet."

Der Bundeswehrverband hatte die Soldatenschelte des Ministers scharf kritisiert und von einer Demütigung gesprochen. Die Truppe benötige keinen "Oberlehrer". Dazu sagte de Maizière jetzt: "Als Verteidigungsminister gehört es auch zu meinen Aufgaben, über Führung und Führungsgrundsätze zu sprechen. Gelegentlich tue ich dies auch öffentlich. Das mag mancher als oberlehrerhaft empfinden, doch es gehört für mich zu meinem Amt dazu."

hen/dpa

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1.
viperhyper 01.03.2013
Zitat von sysopSeine Wortwahl erscheint ihm jetzt doch zu hart: Verteidigungsminister de Maizière hat eingeräumt, bei seiner umstrittenen Soldatenkritik "nicht den richtigen Ton getroffen" zu haben - die eigentliche Botschaft verteidigte der CDU-Politiker in einem Zeitungsinterview allerdings. De Maizière bedauert Wortwahl bei seiner Soldatenkritik - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/de-maiziere-bedauert-wortwahl-bei-seiner-soldatenkritik-a-886408.html)
Geht ja eh kaum einer aus Heimatverteidigungsgefühl zur BW sondern aus Karrieregründen. Daher passt das eigendlich ganz gut inhaltlich was er gesagt hat zu einer Dienstleistungsarmee.
2. Tja,
zylmann 01.03.2013
da haben Sie aber Glück, dass Sie nicht Steinbrück heißen. Der darf ja kaum noch atmen ohne daß die Masse ihn verbal kalt stellt!
3. Politiker --- Wenn's nicht gut ankommt
temp1 01.03.2013
Wenn's nicht gut ankommt, dann wurden Politiker für gewöhnlich nur "falsch verstanden" oder "fehlinterpretiert". Selber Fehler machen sie nie. Das äußerste Eingeständnis ist eine "ungeschickte Wortwahl" aber nie ein Fehler in der Sache.
4. Siehe Titanic
Steve111 01.03.2013
Das Titanic Magazin hat das Ganze in einem Bild treffend zusammengefasst : http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&cat=181&cHash=ab5f96ad636811fafbb3ee50e11b5a8a
5.
rakatak 01.03.2013
Zitat von sysopSeine Wortwahl erscheint ihm jetzt doch zu hart (...)
Der hält auch keinen Druck aus. Verweichlichung allerorten ...
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  • Freitag, 01.03.2013 – 15:48 Uhr
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