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Defekte Flugzeuge: Schleudersitz legt Bundeswehr-Tornados lahm

Für die Eurofighter besteht bereits ein Startverbot, nun musste die Luftwaffe auch Maschinen der Typen Tornado und Phantom vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Probleme am Schleudersitz machten eine Überprüfung sämtlicher Flugzeuge nötig.

Tornado-Flugzeug: Bolzen am Schleudersitz macht Probleme Zur Großansicht
dpa

Tornado-Flugzeug: Bolzen am Schleudersitz macht Probleme

Berlin - Die Bundeswehr plagen weiter Probleme an den Schleudersitzen ihrer Flugzeuge. Zuletzt durften die Eurofighter-Maschinen nicht starten. Wie ein Sprecher der Luftwaffe am Freitag mitteilte, werden nun auch alle 195 Maschinen des Typs Tornado sowie alle 45 Phantom-Flugzeuge überprüft, nachdem bei einigen Flugzeugen ein Defekt festgestellt wurde.

Dabei gehe es um einen Bolzen am Schleudersitz. "Das Problem ist lokalisiert", sagte der Sprecher. Dagegen habe die Fehlfunktion am Schleudersitz des Eurofighter offensichtlich eine andere Ursache. Danach werde noch gesucht.

Während die Maschinen der Typen Tornado und Phantom den Angaben zufolge nach dem Beheben des Defekts beziehungsweise einer Sicherheitsüberprüfung wieder nach und nach den Flugbetrieb aufnehmen konnten, mussten die 55 Eurofighter der Luftwaffe vorerst weiter am Boden bleiben.

Ihr Flugbetrieb war bereits am Mittwoch bis auf Weiteres ausgesetzt worden, da ein einwandfreies Funktionieren des Schleudersitzes bei einem Notausstieg unter bestimmten Umständen nicht gewährleistet ist. Dies war laut Luftwaffe bei Überprüfungen festgestellt worden.

Anlass für die Überprüfungen war nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" vom Freitag ein Eurofighter-Unfall Ende August in Spanien. Während sich der spanische Pilot mit dem Schleudersitz habe retten können, sei der Ko-Pilot aus Saudi-Arabien ums Leben gekommen. Angeblich aktivierte auch er den Schleudersitz, der sich aber vom Fallschirm trennte, so dass er den Sturz des Piloten nicht abfangen konnte.

jok/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
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1. Wozu?
wolschy 18.09.2010
Zitat von sysopFür die Eurofighter besteht bereits ein Startverbot, nun*musste die Luftwaffe auch Maschinen der Typen Tornado und Phantom vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Probleme am Schleudersitz machten eine Überprüfung sämtlicher Flugzeuge nötig. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,718181,00.html
Warum eigentlich? Damit sich der Pilot retten kann? Sollen solche Menschen unbedingt weiter leben, die so was s.d.>>> (http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/543512-2/unbewaffnete-erschossen-video-bringt-us-armee-in-bedrängnis.csp)machen? Mit dem Geld sollten besser öffentliche Verkehrsmittel in Schuss gehalten werden, statt den Schützen der fliegenden Killermaschinen einen sicheren Schuss zu ermöglichen!
2. Einer reicht.
tomu1 18.09.2010
Es reicht, wenn einer der Piloten den Auslöser für den Schleudersitz betätigt, die Auslösung aktiviert immer beide Sitze (bei Zweisitzern) im Cockpit. Nach der Auslösung wird zuerst das Kabinendach abgesprengt und dann der Sitz des hinteren Piloten und in Folge der vordere Schleudersitz aus der Flugzeugzelle ausgestoßen, völlig unabhängig wer den Auslöser betätigt hat.
3. "Luftwaffe"???
artusdanielhoerfeld 18.09.2010
Erst der Eurofighter, jetzt auch Tornado und die alte "Tante" Phantom (Die ist mit ihrer Fünfziger-Jahre-Technik IMMER noch im Einsatz???) ...da bleibt ja nicht mehr viel! Man könnte ein paar noch nicht abgestürzte Starfighter ausmotten, denn die stehen bestimmt auch noch irgendwo rum! LOL Was sonst? WK II-Maschinen geht nicht, also werden die Piloten wohl bald auf Fokker Doppeldecker umschulen müssen... Luftwaffe? Eher eine Lachnummer!!!
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