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Demokratie: Schwere Pannen bei Wahl in Niedersachsen

Eine miserable Wahlbeteiligung – nun auch noch Fehler bei der Auswertung der Kommunalwahl in Niedersachsen. Weil Wahlvorstände in mehreren Orten ihren Pflichten nicht nachkamen, wurde sogar die Polizei eingesetzt.

Osnabrück - Die Wahlbeteiligung war mit 51,8 Prozent so niedrig wie noch nie - und dazu gab es bei der Kommunalwahl in Niedersachsen auch noch eine Reihe von Pannen. Diese führten zu erheblichen Verzögerungen bei der Ermittlung der Wahlergebnisse.

Landeswahlleiter Karl-Ludwig Strelen sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass mitten in der Nacht sogar die Polizei eingesetzt werden musste, um säumige Wahlvorstände zurückzubeordern. Die Mitarbeiter hätten in ihren Gemeinden die Wahlzentren verlassen, ohne Resultate an den Landeswahlleiter in Hannover weiterzuleiten oder die Bestätigung der korrekten Übermittlung abzuwarten.

Weil man die Wahlvorstände anderweitig nicht erreichen konnte, wurde laut Strelen schließlich in rund einem halben Dutzend Fällen die Polizei eingeschaltet. Die Beamten stöberten die Wahlvorstände auf, die zum Teil bereits schlafen gegangen waren, und beorderten sie zurück zur Übermittlung der Wahlergebnisse.

In welchen Orten dies geschah, wollte der Landeswahlleiter nicht mitteilen. Strelen bestätigte, dass gegen 3.00 Uhr noch 24 Resultate von Direktwahlen fehlten. Das letzte Ergebnis der Kreiswahlen ließ sogar bis 4.20 Uhr auf sich warten. Es kam aus der Region Hannover.

asc/ddp

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