Von Markus Becker, Benjamin Bidder, Matthias Gebauer und Annett Meiritz
Berlin - Von außen betrachtet wirkt heimische Sicherheits- und Rüstungspolitik chronisch undurchsichtig: Deutschland will erstmals schwere Kampfpanzer vom Typ "Leopard" nach Saudi-Arabien schicken, der deutschen Rüstungsindustrie winkt ein Milliardengeschäft - und die Bundesregierung schweigt beharrlich zu dem geplanten Deal.
Das Panzergeschäft mit dem Golfstaat ist vor dem Hintergrund der Aufstände in der arabischen Welt brisant. Saudi-Arabien hatte im März die Herrscher in Bahrain mit etwa tausend Soldaten unterstützt. Nach Informationen des SPIEGEL hat der Bundessicherheitsrat die Lieferung der Kampfpanzer bereits gebilligt.
Sollte es tatsächlich zum "Exportfall" kommen, wehrt Regierungssprecher Steffen Seibert ab, würde die Regierung darüber in ihrem jährlichen Rüstungsexportbericht informieren - der ist allerdings erst am Ende des Jahres zu erwarten. "Alle weiteren Äußerungen dazu sind uns jetzt nicht möglich."
Waffentransporte nach Arabien, in den Nahen Osten, nach Asien und Afrika: Der jüngst bekannt gewordene Deal rückt die Rolle der deutschen Rüstungsindustrie in internationalen Waffengeschäften ins Zwielicht. SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen - klicken Sie sich durch die Überschriften.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Panzer | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH