Demografie Bevölkerungszahl könnte bis 2060 stabil bleiben

Die Bevölkerungszahl in Deutschland könnte die kommenden 40 Jahre stabil bleiben. Grund sind vor allem stärkere Zuwanderung und gestiegene Geburtenraten. Sogar eine dauerhaft erhöhte Migration sei möglich.

Fußgängerzone in München
DPA

Fußgängerzone in München


Die Bundesregierung hält eine dauerhafte Zuwanderung von 300.000 Menschen jährlich nach Deutschland für möglich. Das geht laut der "Rheinischen Post" aus der neuen demografiepolitischen Bilanz hervor, die das Kabinett am Mittwoch beraten will. Dem Bericht zufolge sieht das Kabinett angesichts der stärkeren Migration und gestiegener Geburtenraten gute Chancen, die Bevölkerungszahl bis ins Jahr 2060 stabil zu halten.

Anders als in früher angestellten Prognosen geht die Bundesregierung demnach nicht mehr von einem Sinken der Bevölkerungszahl von derzeit 82 auf 73 oder gar 67 Millionen aus. Unter den veränderten Bedingungen könne "die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2060 ungefähr auf dem heutigen Stand stabil bleiben", lautet die Voraussage: "Aus bevölkerungswissenschaftlicher Sicht erscheint auch eine höhere dauerhafte Zuwanderung von 300.000 möglich."

Zu einer ernüchternden Bilanz kommt die Regierung demnach bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. "Nach den vorliegenden Erfahrungen wird dies nicht einfach sein und länger dauern als zunächst vielfach erhofft", heißt es dem Bericht zufolge. Die Erfolge würden "erst mittel- bis langfristig sichtbar".

max/AFP/dpa



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