Berlin - Deutschland wird in diesem Jahr mindestens 5000 weitere syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen. Dies kündigte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nach einer Schaltkonferenz mit den Innenministern der Länder am Mittwoch in Berlin an. Kriterium für die Aufnahme soll eine "besondere Schutzbedürftigkeit" sein. Darunter würden auch viele Christen fallen, die in Syrien besonderem Verfolgungsdruck ausgesetzt seien, sagte Friedrich.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte SPIEGEL ONLINE, dass es sich um syrische Flüchtlinge aus dem Libanon und aus Jordanien handele.
Die Flüchtlinge sollen auf die 16 Bundesländer entsprechend der Ländergröße verteilt werden. Es gehe vor allem um Familien mit Kindern, aber auch um Kinder, die derzeit ohne Eltern in den Lagern lebten. Eine größere Flüchtlingsgruppe werde im Juni erwartet. Weitere rund 2000 Syrer würden im Herbst kommen. Friedrich rechnet damit, dass sich die EU an den Kosten beteiligt. Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben Friedrichs 8000 Syrer in Deutschland Asyl beantragt.
Nach Uno-Angaben sind mehr als 1,1 Millionen Syrer wegen des Bürgerkriegs in ein Nachbarland geflohen. Weitere rund 3,6 Millionen Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht.
hen/dpa
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