Schutz der EU-Außengrenzen Deutschland stellt das meiste Frontex-Personal

114 Beamte der Bundespolizei, des Zolls und der Länder kontrollierten 2017 täglich die EU-Außengrenzen. Deutschland stellt das größte Kontingent der europäischen Grenzschutzagentur.

Bundespolizist im Frontex-Einsatz (Archiv)
DPA

Bundespolizist im Frontex-Einsatz (Archiv)


Kein EU-Mitgliedstaat hat 2017 ein größeres Kontingent für die Grenzschutzagentur Frontex gestellt als Deutschland. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Intranet-Beitrag der Bundespolizei hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorlag.

Danach leisteten deutsche Beamte der Bundespolizei, des Zolls und der Länder im vergangenen Jahr insgesamt 41.582 Einsatztage an den EU-Außengrenzen. Im Durchschnitt seien täglich 114 deutsche Beamte für Frontex im Einsatz. Damit stelle Deutschland mit einem Anteil von 21,8 Prozent das größte Kontingent, gefolgt von Rumänien, Frankreich und den Niederlanden.

Frontex wurde ab 2004 als Gemeinschaftsagentur der EU mit Sitz in Warschau aufgebaut. Für das gemeinsame Management der EU-Außengrenzen sollen etwa 1500 Männer und Frauen in einem Soforteinsatzpool bereitstehen. Diese sind unter anderem im Mittelmeer und auf dem Balkan im Einsatz.

"Die Zahlen verdeutlichen, welche Bedeutung dem deutschen Frontex-Einsatz mittlerweile zukommt", erklärte der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann. Bundespolizisten seien zu zwei Dritteln an den Einsätzen beteiligt, Beamte der Länder und des Zolls zu einem Drittel.

Video: Der Kampf gegen Schleuserbanden

dop/dpa



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