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Deutschland: Verfassungsschutz sieht wachsende Terrorgefahr

Der Verfassungsschutz befürchtet eine Zunahme der Terrorgefahr in Deutschland. Der Chef des Inlands-Geheimdienstes sieht eine wachsende Gefahr vor allem in Islamisten, die aus dem Irak zurückkehren.

Heinz Fromm: "Rückkehrer genießen besonderes Ansehen"
DPA

Heinz Fromm: "Rückkehrer genießen besonderes Ansehen"

Berlin - Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, sagte dem Berliner "Tagesspiegel": "Wir machen uns Sorgen, weil Leute mit Kampferfahrung Kristallisationspunkte gewaltbereiter Gruppierungen sein können."

Fromm verglich die Situation mit der Gefahr, der Deutschland seit der Heimkehr von Islamisten aus den Trainingscamps der Terrororganisation al-Qaida in Afghanistan ausgesetzt ist. Diese Kämpfer genössen in den militanten Milieus besonderes Ansehen. Fromm: "Sie können junge Leute ansprechen und für den Dschihad (Heiligen Krieg) begeistern."

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes sind bislang allerdings nur wenige Islamisten aus dem Irak zurückgekehrt. Die Zahl der Kampfeswilligen, die aus Deutschland in Richtung Bagdad aufbrachen, schätzten Sicherheitsexperten laut "Tagesspiegel" auf bis zu 50.

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