Umfrage Wähler kennen die meisten Minister nicht

Anja Karliczek? Helge Braun? Gerd Müller? Den meisten Wählern sind die Minister in Angela Merkels neuem Kabinett laut einer Umfrage weitgehend unbekannt.

Merkels Kabinett
Bundesregierung/ Steffen Kugler

Merkels Kabinett


Seit zweieinhalb Wochen ist die neue Bundesregierung im Amt, aber die meisten der deutschen Wähler kennen viele Minister im Kabinett von Angela Merkel gar nicht. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL.

Am schlechtesten schnitt die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ab: Demnach konnten 62 Prozent von ihnen keinen einzigen Minister benennen. Die am besten informierte Altersklasse waren noch die über 60-Jährigen, bei denen drei von vier Befragten mindestens einen Ressortchef kannten. Insgesamt fielen 42 Prozent der Wahlberechtigten überhaupt keine Minister-Namen ein.

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Große Koalition: Merkels neue Minister(innen)

Im Bekanntheits-Ranking sind Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) mit je einem Prozent die Schlusslichter. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) war drei Prozent der Befragten ein Begriff, Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der schon im vorigen Kabinett Merkel dieses Ressort leitete, brachte es auf zwei Prozent.

Bekanntester Vertreter der Ministerriege war Innenminister Horst Seehofer (CSU) mit 36 Prozent, gefolgt von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit 33 Prozent. Beide waren vor dem Eintritt in die Bundesregierung Chef einer Landesregierung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die diesen Posten auch in der vorigen Regierung innehatte, kannte immerhin fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent), Außenminister Heiko Maas (SPD), der in der Vorgängerregierung Justizminister war, 23 Prozent.

Für die Umfrage interviewte Forsa 1009 Bürger am 27. und 28. März.



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als/Reuters



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Tom77 03.04.2018
1. Talkshows
Das wird sich noch ändern, nachdem diese Minister zum 100. Mal bei Maischberger und Co. zu sämtlichen Themen eingelanden wurden, die auch schon mal gar nichts mit ihrem Ressort zu tun haben. Und sobald die Bild-Zeitung wegen irgendwelchen Nichtigkeiten über den einen oder anderen Minister berichtet, hat zumindest deren Leserschaft auch einen Namen und Bild im Kopf und weiß, wer kein Studium hat, eine illegale Haushalthilfe beschäftigt oder ein außereheliches Kind hat.
haarer.15 03.04.2018
2. Gleichgültigkeit
Ist aber kein Argument für einen Freifahrtschein unserer Politelite. Im Grunde erschreckend, aber auch das sagt etwas aus. Bei einem Nichtwähler mag man ja noch Verständnis haben, aber die anderen ? Wenn wir mehr Demokratie und Teilhabe wollen, so sollten wir aber allen da droben schon mehr auf die Finger schauen und ggf. auch draufklopfen. Es sind doch wir Bürger, die in den Mittelpunkt von Politik stehen sollten lt. GG. Zumindest muss man wieder dahin kommen und da reicht es nicht, alle 4 Jahre ein Kreuchenz zu setzen.
peterpeterweise 03.04.2018
3. Welchen Vorteil hat es den Namen zu kennen?
Solange mit den Namen keine Erfahrungen und Wertungen verbunden sind, solange ist jemand der nur den Namen des Ministers kennt, auch nicht klüger. Und selbst wenn man mit den Namen schon etwas verbindet, so weiß man oft nicht, wie sich der, oder die Betreffende im neuen Amt schlägt. So hat Maas als Justizminister auf mich handwerklich einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Aber möglicherweise benötigt er im Außenamt andere Qualifikationen und die, für das Justizministerium negative Eitelkeit, ist im Außenamt sogar von Vorteil?
bausa 03.04.2018
4. Die neuen Minister
sind halt alle aus der 3ten Reihe.Ausser Spahn war vorher keiner wirklich in der Bundespolitik aktiv oder hat auf sich aufmerksam gemacht.
isnogood444 03.04.2018
5. Diese Personen sind völlig austauschbar
Es ist ja auch egal wer auf hohem Niveau dilettiert. Glaubwürdige Politiker sind ausgestorben.
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