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Die Geschichte der SPIEGEL-Gruppe: "Sturmgeschütz der Demokratie"

AP
1947

Der erste SPIEGEL erscheint am 4. Januar 1947, einem Samstag, in Hannover als Nachfolger der Zeitschrift "Diese Woche". Chefredakteur und Herausgeber ist Rudolf Augstein.

1950
DER SPIEGEL wird durch seinen Vorwurf, Bonn sei nur durch Bestechung von Abgeordneten zur vorläufigen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden, bundesweit bekannt. Der Deutsche Bundestag setzt daraufhin den so genannten SPIEGEL-Ausschuss ein, der sich vergebens um die Klärung dieser Behauptungen bemüht.

1950/51
Die bisherigen Miteigentümer Gerhard R. Barsch und Roman Stempka scheiden aus dem Verlag aus. Der Hamburger Verleger John Jahr übernimmt die Hälfte der Verlagsanteile und ist zusammen mit Rudolf Augstein Gesellschafter des SPIEGEL-Verlags.

1952
Umzug des SPIEGEL-Verlags von Hannover nach Hamburg ins Pressehaus am Speersort.

1962
Miteigentümer John Jahr tritt je zur Hälfte seine Anteile an den Hamburger Verleger und Druckereibesitzer Richard Gruner sowie an Rudolf Augstein ab.

1962
Die "SPIEGEL-Affäre" erschüttert die Republik. Unter dem Vorwand, DER SPIEGEL habe mit seiner Titelgeschichte "Bedingt abwehrbereit" über das Nato-Manöver "Fallex" Landesverrat begangen, besetzt die Polizei in einer Oktober-Nacht die Redaktions- und Verlagsräume. Der Herausgeber, der Verlagsdirektor und mehrere Redakteure werden festgenommen und bis zu 103 Tage in Untersuchungshaft gehalten.

1969
Der SPIEGEL-Verlag bezieht sein neues Gebäude an der Hamburger Brandstwiete. Richard Gruner verkauft seine Verlagsanteile an Rudolf Augstein.

1970
Die manager magazin Verlagsgesellschaft mbH wird gegründet.

1971
Rudolf Augstein verkauft 25 Prozent des SPIEGEL-Verlags an Gruner + Jahr.

1974
Rudolf Augstein schenkt die Hälfte seines Unternehmens seinen Mitarbeitern. Mitverantwortung, Mitentscheidung und ein Anspruch auf die Hälfte des Gewinns zählen seither zu den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und prägen das Klima im Haus. Nirgendwo anders ist diese Idee, die Beschäftigten eines Unternehmens auch zu Inhabern zu machen, so konsequent verwirklicht worden.

1988
Am 8. Mai wird erstmals SPIEGEL TV MAGAZIN auf dem Privatsender RTL ausgestrahlt. Ermöglicht wird dieser Sendeplatz durch die Kooperation mit der Development Corporation for Television Program (DCTP). Das Magazin hat sich seither zu einem der erfolgreichsten Nachrichten-Magazine im deutschen Fernsehen entwickelt.

1988
Das erste SPIEGELspezial erscheint. Thema: Die wilden 68er. Bis zur Einführung von SPIEGELspecial erscheinen in unregelmäßiger Folge insgesamt 21 Ausgaben, die sich jeweils ausführlich einem Thema widmen.

1990
Der Erfolg von SPIEGEL TV MAGAZIN zieht weitere Fernsehformate nach sich. Daraufhin wird die SPIEGEL TV GmbH als 100-prozentige Tochter des SPIEGEL-Verlags gegründet.

1990
Der SPIEGEL-Verlag erwirbt Anteile an der Hamburger Klassik Radio GmbH & Co. KG.

1994
SPIEGELspecial erscheint fortan monatlich.

1994
DER SPIEGEL geht am 25. Oktober als erstes Nachrichten-Magazin weltweit online, einen Tag vor "Time". Seither entwickelt sich das Multimedia-Engagement zu einem neuen Schwerpunkt der Verlagsaktivitäten.

1995
SPIEGEL Kultur Extra erscheint als monatliche Beilage für Abonnenten des SPIEGEL.

1996
Die a + i art and information GmbH & Co. wird als 100-prozentige Tochter der SPIEGEL TV GmbH gegründet. Neben der Produktion von SPIEGEL ONLINE und manager magazin ONLINE bündelt a + i alle Online-Aktivitäten der SPIEGEL-Gruppe und bietet Dienstleistungen für Dritte im Internet. Außerdem ist bei a + i die Entwicklung innovativer medialer Angebote angesiedelt. Dazu zählen CD-Roms und weitere Fernsehproduktionen im Auftrag Dritter.

1998
Die SPIEGEL-Gruppe erwirbt die Mehrheitsbeteiligung an der ASPEKT Telefilm-Produktion GmbH, mit der SPIEGEL TV seine Aktivitäten im Bereich der Fernsehfilmproduktionen erweitern will. SPIEGEL Kultur Extra erscheint unter dem neuen Titel kulturSPIEGEL.

1998
Im SPIEGEL-Verlag erscheint ein neues Print-Produkt: Der UniSPIEGEL wendet sich an Studierende an Universitäten und Fachhochschulen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Dokumentation der an wechselnden Universitäten veranstalteten SPIEGEL-Foren zu hochschulpolitischen Themen.

1999
SPIEGELspecial wird im April vom monothematischen Heft zum Reportage-Magazin SPIEGEL Spezial.

1999
Aus SPIEGEL Spezial wird ab November SPIEGELreporter, das Monatsmagazin für Reportage, Essay, Interview.

2000
Anfang des Jahres wird Rudolf Augstein von 100 namhaften Journalisten im "Medium Magazin" zum "Journalisten des Jahrhunderts" gewählt. Im April beteiligt sich die a + i art and information GmbH & Co. mit 35 Prozent an der STORY HOUSE Productions GmbH. STORY HOUSE ist im Bereich Auftragsproduktionen und als technischer Dienstleister für Sender und Produktionsfirmen tätig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Dokumentationsbereich.

1. September: Die SPIEGEL-Gruppe bündelt ihre Online-Aktivitäten in der SPIEGELnet AG.

2001
Am 15. Januar 2001 erteilte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) SPIEGEL TV und der DCTP eine Frequenz für den neuen Sender XXP TV.

Am 7. Mai 2001 fällt um 20.15 Uhr der Startschuss für das Metropolenfernsehen XXP TV.

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