Streit mit Parteispitze Geschäftsführer der Linken tritt zurück

Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, tritt von seinem Posten zurück. Er soll sich mit Katja Kipping und Bernd Riexinger zerstritten haben.

Matthias Höhn
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Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, ist wegen parteiinterner Streitigkeiten zurückgetreten. "Ich habe zur Kenntnis genommen, dass Matthias Höhn zurücktritt", sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch am Donnerstag der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Ein zentraler Grund für Höhns Schritt sollen Differenzen mit den Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sein.

Wie aus Parteikreisen verlautete, will Höhn seinen Rücktritt am Freitag erklären. Im kommenden Juni soll auf einem Parteitag über einen Nachfolger entschieden werden. Bis dahin soll sein Posten geschäftsführend besetzt werden. Höhn war auch Wahlkampfleiter der Linken. Bereits vor einem Monat hatte es erste Berichte darüber gegeben, dass der Parteimanager vor dem Rückzug stehe.

Riexinger und Kipping sollen Höhn dafür kritisiert haben, dass er die Fokussierung auf die Spitzenkandidaten Sahra Wagenknecht und Bartsch im Wahlkampf unterstützt habe. Zudem sollen sie sich laut Medienberichten daran gestört haben, dass er sie zu wenig gegen Kritik von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine, Wagenknechts Ehemann, verteidigt habe.

Höhn gilt als Reformer bei der Linken

Hinter der Personalie Höhn steckt demnach auch der Machtkampf zwischen den Parteichefs sowie Wagenknecht und Bartsch. Beide wurden zwar am 17. Oktober als Fraktionschefs wiedergewählt, die Auseinandersetzung galt damit als offiziell beigelegt. Allerdings ging der Streit danach weiter. Höhn wolle zwischen beiden Seiten nicht zerrieben werden, so die "Mitteldeutsche Zeitung".

Der 42-Jährige zählt zum Reformerlager der Linken und hatte seine Posten seit 2012 inne. Seit der Wahl ist er auch Mitglied im Bundestag. Bartsch sagte: "Ich bedauere seinen Rücktritt, und ich wünsche mir, dass er ein sehr aktives Mitglied meiner Fraktion werden wird."

Die Linke wies einen Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zurück, wonach Kipping und Riexinger Höhn zum Rücktritt gedrängt hätten: "Die Parteivorsitzenden haben Matthias Höhn ausdrücklich gebeten, weiter mit ihnen zusammenzuarbeiten."

mja/dpa



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