Unterkunft für G20-Gipfel in Hamburg Luxushotel hat keinen Platz für Trump

US-Präsident auf Zimmersuche: Im Sommer kommt Donald Trump zum G20-Gipfel nach Hamburg. Einem Zeitungsbericht zufolge hat die US-Delegation Probleme, ihre Wunschunterkunft zu erhalten.

Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg
imago/ McPHOTO

Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg


Für zwei Tage kommt US-Präsident Donald Trump im Juli nach Hamburg. Doch bei der Zimmersuche soll sein Team nun eine Abfuhr erhalten haben: Das Luxushotel Vier Jahreszeiten habe abgesagt, berichtete das "Hamburger Abendblatt".

Später korrigierte die Lokalzeitung: Nicht das Hotel habe dem Trump-Team abgesagt. Vielmehr seien die vom Auswärtigen Amt über eine Agentur gebuchten Kontingente bereits an andere Delegationen vergeben. Ein Sprecher des Hotels wollte weder den ersten, noch den korrigierten Bericht des "Abendblatts" kommentieren.

Beim OSZE-Treffen im Dezember vergangenen Jahres hatte der damalige US-Außenminister John Kerry noch in dem Hotel geschlafen, auch der russische Amtskollege Sergej Lawrow nächtigte dort. Auch für den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli sollen sich sowohl Amerikaner als auch Russen für da Vier Jahreszeiten interessiert haben.

Die Unterbringung der Staats- und Regierungschefs sowie deren Delegationen bedeutet einen hohen Sicherheitsaufwand für die Behörden. Insbesondere beim US-Präsidenten wird aus Sorge vor Anschlägen die Unterkunft nicht immer vorab öffentlich mitgeteilt. Dem Planungsstab seien noch keine Details zur Unterbringung bekannt, berichtet die Zeitung.

Demzufolge soll es aber auch Überlegungen geben, Trump aus Sicherheitsgründen im Adlon in Berlin unterzubringen. Er würde dann zu den Tagungen in Hamburg eingeflogen werden. Allerdings liege dem Luxushotel am Brandenburger Tor bislang keine entsprechende Anfrage aus Washington vor, so das "Abendblatt". In Polizeikreisen heißt es demnach zudem, alle Regierungschefs sollten in der Hamburger Innenstadt untergebracht werden.

Für die Hamburger Hotelbranche ist das G20-Treffen ein Riesengeschäft. Etwa 9000 Zimmer werden zwischen dem 6. und 9. Juli in der Hansestadt gebraucht, viele Unterkünfte sind bereits ausgebucht.

Unklarheit herrscht derzeit über ein mögliches Demonstrationsverbot in der Hamburger Innenstadt. Am Wochenende hatte die Polizei überraschend mitgeteilt, dass sie während des Gipfels die gesamte Innenstadt bis zum Flughafen im Norden für Demonstrationen sperren wolle. Im Nachhinein teilte die Behörde mit, dass noch nichts entschieden sei. Aus Sicht der Gipfelgegner ist ein Verbot juristisch nicht haltbar.


Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, das Hotel Vier Jahreszeiten habe dem Team des US-Präsidenten abgesagt. Später verbesserte das "Hamburger Abendblatt" seinen ursprünglichen Artikel dahingehend, dass ein vom Auswärtigen Amt über eine Agentur gebuchtes G20-Kontingent des Hotels zum Zeitpunkt der Anfrage aus den USA bereits ausgebucht war.

brk

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.