Urteil in Dresden Fast zehn Jahre Haft für Anschlag auf Moschee

Er hatte zugegeben, Rohrbomben gebaut und gezündet zu haben. Nun ist der Dresdner Nino K. wegen eines Anschlags auf eine Moschee und ein Kongresszentrum im Jahr 2016 verurteilt worden.

Nino K. (im Januar 2018)
DPA

Nino K. (im Januar 2018)


Fast zwei Jahre nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden ist der Angeklagte Nino K. zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der sächsischen Hauptstadt verurteilte K. wegen versuchten Mordes, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter besonders schwerer Brandstiftung.

K. soll am 26. September 2016 selbstgebaute Rohrbomben vor der Fatih-Moschee gezündet haben. Der Imam und seine Familie blieben bei dem Anschlag unverletzt. Wenig später explodierte am Internationalen Congress Centrum ein weiterer vom Beschuldigten gebauter Sprengsatz. Die Anschläge kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden sorgten bundesweit für Aufsehen.

In ihrem Plädoyer hatte die Anklage zehn Jahre und neun Monate Haft gefordert. K. hatte im Februar ein Geständnis abgelegt. Er räumte ein, Rohrbomben und weitere Sprengvorrichtungen gebaut und unter anderem vor der Moschee deponiert zu haben. Er bekenne sich schuldig, sagte der 31-Jährige in seiner persönlich vorgetragenen Erklärung.

Einen weiteren, 4,6 Kilogramm schweren Spreng- und Brandsatz fanden Ermittler zweieinhalb Monate später im Zuge seiner Verhaftung in dessen Wohnung. K. gibt an, die Bombe sei als Silvesterfeuerwerk gedacht gewesen. Er räumte vor Gericht auch die Herstellung zwei weiterer Sprengsätze ein, von denen einer später in der Elbe, der andere in einem anderen Fluss gefunden wurde.

asa/AFP



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