Sachsen Mehrere Ausländer bei Angriffen in Dresden und Pirna verletzt

Erst wurden sie umstellt, dann prügelten die Vermummten auf sie ein: Im sächsischen Pirna sind ein Marokkaner und ein Libyer verletzt worden. Auch in Dresden kam es zu blutigen Übergriffen.


In Dresden und Pirna sind am Wochenende bei vermutlich fremdenfeindlichen Angriffen vier Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden in Pirna bereits am Freitagabend ein 21 Jahre alter Marokkaner und ein 25 Jahre alter Libyer von etwa 25 teils vermummten Angreifern umstellt und bedrängt. Als die beiden in einen Hauseingang flohen, wurden sie von der Gruppe verfolgt, geschlagen und getreten. Sie mussten ärztlich behandelt werden.

Ebenfalls am Freitagabend wurden in Dresden in einer Straßenbahn zwei Syrer von vier Männern zunächst beschimpft und geschubst. Schließlich schlugen die Männer dem 26 Jahre alten Syrer so hart ins Gesicht, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Im Dresdner Stadtteil Gorbitz wurde am Samstagabend ein 20 Jahre alter Eritreer vor einem Haus von drei bis vier Männern beschimpft und geschlagen. Zwei Männer hielten ihn fest, während ein dritter auf ihn einschlug. Als ein Bewohner von seinem Balkon aus die Täter anschrie und nach unten eilte, flohen die Schläger. Der 20-Jährige musste ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei ermittelt in allen drei Fällen unter anderem wegen Körperverletzung und in Pirna auch wegen Landfriedensbruchs.

Am Wochenende war es auch in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern zu Angriffen auf Ausländer gekommen. In Magdeburg hatten bis zu 30 Unbekannte drei Flüchtlinge attackiert - zum Teil mit Baseballschlägern bewaffnet. In Wismar hatten drei maskierte Schläger auf zwei Flüchtlinge eingeprügelt.

kev/dpa

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