Drohnenangriff Jemeniten verklagen Bundesregierung

Drei Überlebende eines US-Drohnenangriffs im Jemen haben Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Über den Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz soll die tödliche Attacke gesteuert worden sein.

Ramstein-Basis in Deutschland: Tödliche Datenströme
AP

Ramstein-Basis in Deutschland: Tödliche Datenströme


Berlin - Überlebende eines US-Drohnenangriffs im Jemen ziehen gegen die Bundesregierung vor Gericht. Faisal bin Ali Jaber reichte gemeinsam mit seinen Verwandten Ahmed Saeed bin Ali Jaber und Chaled Mohamed bin Ali beim Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Bundesregierung ein.

Laut dem "European Center for Constitutional and Human Rights" (ECCHR) fordern sie Deutschland auf, "rechtlich und politisch Verantwortung für den US-Drohnenkrieg im Jemen zu übernehmen". Die Bundesregierung solle die Nutzung der US-Militärbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz - insbesondere der Satelliten-Relais-Station - unterbinden.

Faisal bin Ali Jaber behauptet demnach, dass sein Schwager und sein Neffe bei einem Drohnenangriff der USA im August 2012 ums Leben gekommen seien. Die Drohne sei dabei über die Ramstein-Basis in Deutschland gesteuert worden, der Stützpunkt sei Zwischenstation für die Flugsteuerungsdaten gewesen.

bka/AP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.