Nach Angebot zur Flüchtlingshilfe Düsseldorfer Oberbürgermeister erhält Morddrohungen

In einem offenen Brief hatten Bonn, Köln und Düsseldorf angeboten, in Seenot geratene Flüchtlinge aufzunehmen. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel erhält nun Hass-Mails.

Thomas Geisel
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Thomas Geisel


Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Köln und Bonn hatte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel der Bundesregierung angeboten, gerettete Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Als Reaktion drauf erhielt der SPD-Politiker viel Zuspruch - aber auch Hass-Mails. Das sagte Geisel in einem Interview mit der SPD-Parteizeitung "Vorwärts".

Die entsprechenden Schreiben enthielten "offen rassistische Töne bis hin zu unverhohlenen Morddrohungen", sagte Geisel. Die Mails seien an den Staatsschutz weitergeleitet worden.

Geisel hatte sich im Namen der Stadt Düsseldorf zur Seenotrettung im Mittelmeer bekannt. Er habe gemeinsam mit seinen Kollegen in Bonn und Köln ein Signal senden wollen, nachdem im Juli vermehrt Flüchtlingsrettungsschiffe im Mittelmeer festsaßen.

asc

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