Duisburgs OB Sauerland muss sich Abwahlverfahren stellen

Der Oberbürgermeister von Duisburg muss sich einem Bürgerentscheid stellen: Die Initiative "Neuanfang Duisburg" hat genug gültige Unterschriften für ein Abwahlverfahren von Adolf Sauerland erreicht. Die Bürger machen den CDU-Mann für die Tragödie bei der Loveparade 2010 mitverantwortlich.

Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland: Er wehrt sich gegen einen Rücktritt
dapd

Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland: Er wehrt sich gegen einen Rücktritt


Duisburg - Die Initiative "Neuanfang Duisburg" ist einen großen Schritt im Abwahlverfahren gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland weiter: Die Bürger können nun darüber abstimmen, ob er im Amt bleiben darf oder gehen muss. Am Montag kam die offizielle Bestätigung der Stadt: Die Initiative hat genug gültige Stimmen für ein Abwahlverfahren gesammelt.

Es seien mehr als die nach der NRW-Gemeindeordnung benötigten 55.000 Unterschriften zusammengekommen, sagte ein Sprecher der Stadt. 79.149 Unterschriften hatte die Initiative vorgelegt.

Bis spätestens Mitte März werden die Duisburger nun über Sauerlands Verbleib im Amt votieren. Für seine Abwahl reicht die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Diese müssen jedoch laut Gemeindeordnung mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten der Stadt Duisburg repräsentieren - das wären mindestens 92.000 Stimmen.

Kritiker machen Sauerland für die Genehmigung der Loveparade im Juli 2010 verantwortlich, bei der 21 Menschen in einer Massenpanik erdrückt und Hunderte verletzt wurden. Sauerland hatte erklärt, an seinem Amt festzuhalten, bis es ein anderslautendes demokratisches Votum gebe. Eine Abwahl im Stadtrat war zuvor gescheitert, weil nicht die notwendige Mehrheit der Stimmen erreicht wurde.

heb/dpa

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Seite 1
bomdia 14.11.2011
1. Es wird Zeit,
Zitat von sysopEine Stadt will ihren*Oberbürgermeister loswerden: In Duisburg haben Bürger knapp 80.000 Unterschriften für ein Abwahlverfahren gegen Adolf Sauerland gesammelt - deutlich mehr als erforderlich.*Sie machen*den CDU-Mann*für die Tragödie bei der Loveparade 2010 mitverantwortlich. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,797772,00.html
dass Herr Sauerland sich zurückzieht, auch wenn er sich nicht für die Tragödie verantwortlich fühlt. Die duisburger Bürger haben entschieden. Herr Sauerland sollte das endlich zur Kenntnis nehmen. Wie kann er sich gestatten, so an seinem Posten festzuhalten? Ich empfinde sein Verhalten als sehr anmaßend und abstoßend.
Christian W., 14.11.2011
2. .
Zitat von bomdiadass Herr Sauerland sich zurückzieht, auch wenn er sich nicht für die Tragödie verantwortlich fühlt. Die duisburger Bürger haben entschieden. Herr Sauerland sollte das endlich zur Kenntnis nehmen. Wie kann er sich gestatten, so an seinem Posten festzuhalten? Ich empfinde sein Verhalten als sehr anmaßend und abstoßend.
Die Duisburger Bürger haben noch gar nichts entschieden. Bislang haben sie lediglich genügend Unterschriften für das Abwahlverfahren gesammelt. Die Entscheidung der Bürger kommt erst noch.
generix4 14.11.2011
3. Sauerland macht den Bürger sauer
Zitat von bomdiadass Herr Sauerland sich zurückzieht, auch wenn er sich nicht für die Tragödie verantwortlich fühlt. Die duisburger Bürger haben entschieden. Herr Sauerland sollte das endlich zur Kenntnis nehmen. Wie kann er sich gestatten, so an seinem Posten festzuhalten? Ich empfinde sein Verhalten als sehr anmaßend und abstoßend.
Dieser Politiker ist doch mittlerweile symthomatisch. Er wollte die Loveparade um jeden Preis. Nach dem Unglück distanzierte er sich davon und schob die Verantwortung seiner Verwaltung in die Schuhe. Rücktritt nein, da ehr ja dann seine Ruhebezüge verliert. Macht und Geld interessiert nicht mehr Moral oder der Bürgerwille.
Keule³ 14.11.2011
4. ..
wars nicht so, dass er bei einem Rücktritt seine kompletten Pensionsansprüche verlieren würde? Würde ich auch nicht machen ;)
c++ 14.11.2011
5. .
Zitat von generix4Dieser Politiker ist doch mittlerweile symthomatisch. Er wollte die Loveparade um jeden Preis. Nach dem Unglück distanzierte er sich davon und schob die Verantwortung seiner Verwaltung in die Schuhe. Rücktritt nein, da ehr ja dann seine Ruhebezüge verliert. Macht und Geld interessiert nicht mehr Moral oder der Bürgerwille.
Das wollten aber alle, die in Duisburg Politik machen, das wollte auch die Mehrheit der Bürger, vor allem die jüngeren. Wenn der Eindruck erweckt wird, Sauerland wäre ein LP-Fan gewesen, der dies gegen Widerstände durchgesetzt hat, ist das totaler Blödsinn.
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