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Ermittlungen gegen Ex-Abgeordneten: Edathy soll nach "childporn" gesucht haben

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DPA

Sebastian Edathy

Im Fall Edathy werden neue Einzelheiten bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen hielt der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete laut Staatsanwaltschaft im Internet "zielgerichtet nach kinderpornografischen Seiten Ausschau".

Bei den Ermittlungen gegen Sebastian Edathy stießen die Fahnder in den gespeicherten Logdateien des Politikers auf zwei Suchbegriffe, die in der Pädophilenszene offenbar üblich sind; einer der Begriffe war mit dem Zusatz "childporn" versehen. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

Strafbar ist allerdings nicht die bloße Google-Suche, aber spätestens das Streamen oder Herunterladen der Dateien. Die Anklage wirft Edathy sieben Fälle mit kinderpornografischen Inhalten vor. Um zu vermeiden, dass Vorschaubilder auf seinem Computer landen, soll Edathy ein Programm verwendet haben, das die Daten komprimiert, verpackt und später wieder auspackt.

Die Ermittler stellten in einem Büro in Edathys niedersächsischem Wohnort zudem eine CD und mehrere Magazine sicher. Die CD und eine Fotosammlung enthalten laut Anklage strafbares jugendpornografisches Material. Edathy weist alle Vorwürfe strafbaren Verhaltens zurück. Der Prozess vor dem Landgericht Verden soll am 23. Februar beginnen.

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