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Sechziger Jahre: Frühere SS-Mitglieder bildeten eigenen Nachrichtendienst

Sie trafen sich regelmäßig und sollen sogar Sprengstoff nach Südtirol geliefert haben: Nach SPIEGEL-Informationen bildeten frühere Mitglieder des SS-Sicherheitsdienstes noch in den sechziger Jahren ein enges Netzwerk. Die Männer hielten auch Verbindung zum Verfassungsschutz.

Hamburg - Ehemalige Angehörige des Sicherheitsdienstes SD - des Geheimdienstes der SS - bildeten in den frühen sechziger Jahren ein Netzwerk, das Verbindungen zu den Geheimdiensten der Bundesrepublik unterhielt und an Sprengstoffanschlägen in Südtirol beteiligt gewesen sein soll. Das geht aus einem "streng geheimen" Vermerk hervor, den die Bundesregierung jetzt freigab.

Dem Vermerk zufolge informierte die Spitze des Bundesnachrichtendienstes bei einer Tagung 1963 Beamte des Kanzleramts über die "regelmäßigen Zusammenkünfte ehemaliger SD-Leute": Diese bildeten einen "internen Nachrichtendienst", an dem Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes mit SS-Vergangenheit teilnähmen. Zudem gebe es "Querverbindungen" zum Bundesamt für Verfassungsschutz.

Die Treffen fanden nach Angaben des Bundesnachrichtendienstes regelmäßig beim ehemaligen SS-Gruppenführer Wilhelm Harster statt, einst Polizeichef in den Niederlanden und in Italien. Die Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes vermuteten, dass der Kreis um Harster nicht nur Nachrichten sammelte, sondern auch Sprengstoff nach Südtirol lieferte. Dort hatten Separatisten immer wieder Bombenanschläge verübt.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Netzwerk der Kinder
dackelmann17 10.03.2013
Zitat von sysopSie trafen sich regelmäßig und sollen sogar Sprengstoff nach Südtirol geliefert haben: Nach SPIEGEL-Informationen bildeten frühere Mitglieder des SS-Sicherheitsdienstes noch in den sechziger Jahren ein enges Netzwerk. Die Männer hielten auch Verbindung zum Verfassungsschutz. Ehemalige SS-Mitglieder bildeten eigenen Nachrichtendienst - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ehemalige-ss-mitglieder-bildeten-eigenen-nachrichtendienst-a-887936.html)
Mir ist mehrmals aufgefallen, mit wieviel besonderem Verständnis Kinder von Nationalsozialisten (Nicht nur SS) miteinanander umgehen können und sich gegenseitig fördern. Gerät man in ein solches "Sekundärnetzwerk", dann sieht es übel aus... PS: Lieber SPON, es reicht gar nicht, sich immer nur mit der SS auseinanderzusetzen. Es gab auch Unternehmer und Behördenleiter, -Stellvertreter, Mitarbeiter und und und, welche weitaus unspektakulärer verankert waren - und dennoch sehr wirkungsvoll. Manchmal kommt es mir sogar so vor, als wenn die SS wie ein großer Aufmerksamkeitsfänger herumgeschoben wird, damit bloß niemand die anderen NS-Typen angesehen hat / ansieht. Seltsam!
2.
Frau Mau 10.03.2013
Warum hätte der "Kreis um Harster" in den 60er Jahren Sprengstoff nach Südtirol schicken sollen ? Welchen Vorteil hätte damals diese versprengte SS Gruppe davon gehabt ? Hier geht der Artikel leider nicht darauf ein, leider nicht sehr glaubwürdig
3. nicht vom Himmel gefallen
katjanella 10.03.2013
Der VS ist nicht so vom Himmel gefallen, so, wie er heute dasteht. Deshalb wiederhole ich gebetsmühlenartig: den VS ersatzlos streichen, auflösen und abschaffen.
4. Rechte Seilschaften
rodelaax 10.03.2013
Also ich wundere mich nicht darüber, dass die Ermittlungen gegen die NSU verschleppt wurden.
5. Verfassungsschutz
abcd63 10.03.2013
Vielleicht sollte man endlich mal die Linie von den SS-Wurzeln zu den "Pleiten" und "Pannen" bei der Verfolgung der NSU ziehen. Legt endlich diesen Sumpf trocken und löst diese Bande auf. Dagegen kommt mir die Stasi ja langsam vor wie der Hort aufrechter Demokraten...
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