Flüchtlinge in der Eifel Unbekannte zünden Haus von Asylbewerbern an

Es könnte der nächste Fall von Gewalt gegen Flüchtlinge sein: In einem Haus in der Eifel haben Unbekannte Feuer gelegt. Darin lebten seit einigen Wochen Asylbewerber. Die Polizei schließt ein fremdenfeindliches Motiv nicht aus.

Flüchtlingsunterkunft in der Eifel: Zur Tatzeit nicht im Haus
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Flüchtlingsunterkunft in der Eifel: Zur Tatzeit nicht im Haus


Erneut ist in einer Asylbewerberunterkunft vorsätzlich ein Brand gelegt worden. Die Bewohner des Hauses in dem Eifel-Dorf Niederstedem waren zur Tatzeit in der Nacht zum Donnerstag nicht im Haus, teilte die Polizei mit.

Ob das Feuer einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat, ist bislang unklar. "Wir wissen, es ist Brandstiftung", sagte der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Randolf Stich bei einem Besuch am Ort. Aber: "Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass es eine fremdenfeindliche Tat gewesen ist." Staatsanwaltschaft und Polizei schließen einen fremdenfeindlichen Hintergrund aber nicht aus.

In dem Haus in dem 250-Einwohner-Dorf lebten seit einigen Wochen vier männliche Asylbewerber. Sie waren vor der Tat länger nicht im Haus gewesen. Es sei auch denkbar, dass ein Einbrecher zum Verwischen von Spuren einen Brand gelegt habe, erklärte die Polizei.

In den vergangenen Monaten hat es reihenweise Brandanschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber gegeben, meist bevor diese bezogen wurden. Wegen einer der ersten Brandstiftungen im Februar in Escheburg bei Hamburg wurde inzwischen ein Nachbar zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

kev/dpa

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