Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Migrationsbericht der Bundesregierung: Mehrheit der Einwanderer stammt aus Europa

Es kamen so viele Einwanderer wie seit 20 Jahren nicht: Doch die von Pegida proklamierte Islamisierung des Abendlandes belegen die Zahlen des offiziellen Migrationsberichts nicht - die meisten Zuwanderer stammen aus Polen.

Berlin - Mehr als drei Viertel der Einwanderer nach Deutschland stammen aus Europa. Dem Entwurf des neuen Migrationsberichts der Bundesregierung zufolge kamen im Jahr 2013 insgesamt 76,8 Prozent der Zuwanderer aus einem anderen europäischen Land. Mit 1,23 Millionen Menschen sind in dem Jahr so viele nach Deutschland zugewandert wie zuletzt vor 20 Jahren. Im Vorjahr gab es noch 150.000 Zuzüge weniger.

Da auch die Zahl der Wegzüge aus Deutschland auf rund 800.000 stieg, betrug der "Wanderungsgewinn" rund 430.000 Menschen. Auch das ist aber der höchste Wert seit 1993. Die Menschen, die aus Deutschland weggingen, zogen zu drei Vierteln ebenfalls in ein europäisches Land. Die meisten Fortzüge wurden von Deutschen (140.000) und Polen (119.000) registriert. 2013 haben 22.000 mehr Deutsche das Land verlassen, als gekommen sind.

Die meisten Zuwanderer kamen aus Polen, das schon seit 1996 Hauptherkunftsland ist. Anstiege gab es auch bei der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien. Zu den anderen wichtigen Herkunftsländer zählen Italien, Spanien und Griechenland.

Von 1990 bis Ende 2013 beantragten rund 2,6 Millionen Menschen in Deutschland Asyl. 39 Prozent der Antragsteller stammten aus Europa, 38,8 Prozent aus Asien. Von den 80,6 Millionen Einwohnern in Deutschland hatten 2013 knapp 16 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund.

Der neue Migrationsbericht soll am Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden. Das mehr als 300 Seiten umfassende Dokument wird jährlich erstellt und soll durch seine umfassenden statistischen Daten insbesondere als Entscheidungshilfe für Politik und Verwaltung dienen.

mia/Reuters/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 57 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. bei allen Vorteilen
Brave 20.01.2015
die sich für Deutschland vielleicht ergeben können, wenn Einwanderung aktiv gesteuert wird, so frage ich mich schon ob die Länder wie Polen so viele Leute abgeben können. was passiert in Polen wenn Ärzte und Ingenieure alle gen Westen machen. Das kann solche Länder doch nur schwächen und führt langfristig zu Verwerfungen. das kann nicht gut sein.
2. keine Islamisierung
jochen1978 20.01.2015
Deutschland wird katholischer (Polen, Italiener) und orthodoxer (Bulgaren, Rumänen, Griechen). Widerspruch ist erlaubt ;-)
3. Das sagt viel aus
schümli 20.01.2015
über die Information der Bürger und deren politische Reife. Wenn man bei knapp 10% Ausländeranteil und knapp 20% Migrationshintergrund Bürger ( die Ausländer beinhalten ) solch ein politisches Theater veranstaltet. Deutschland, dass sich als einziges grosses westliche Land so schwer tut mit doppelter Staatsangehörigkeit und rechten Terror hat gegen Ausländer ist so was von provinziell.
4. Eine Minderheit der Einwanderer schafft Probleme - Linke sieht weg
Wassup 20.01.2015
Weil die Regierung die paar gewalttätigen Idioten nicht konsequent angeht, hat die Mehrheit der friedlichen Bürger (auch mit Migrationshintergrund) das Islamismus-Problem. Polizei-Planstellen werden gestrichen, islamistische Gewalttäter nicht abgeurteilt. Viele muslimische Frauen leiden unter den Patriachat islamistischer Prägung - auch in Deutschland. So kommt es zu den Problemen, besonders die Linke sieht weg, mockiert sich aber über PEGIDA. PEGIDA wäre nicht möglich, hätten die Verantwortlichen konsequenter gehandelt (z.B.Aufklärung für Frauenrechte, Prävention gegen die "Ehrenmorde", Geld für Frauenhäuser ...) War es nicht die Linke, die sich besonders für Frauenrechte einsetzte? Es scheint, die Prioritäten haben sich verschoben! Realitätsfremde Multi-Kulti Folklore ist wichtiger als Frauenrechte!
5. So langsam überlege ich mir als Wirtschaftsmigrant nach Osteuropa zu gehen
amie 20.01.2015
Eine rumänische Kollegin arbeitet von zu Hause mit einer 1Gbit Internetleitung. Ein bulgarischer Kollege hat mir das auch bestätigt. Und Drosselcom&Co sind stolz auf 150MBit. Da fällt einem nix mehr ein.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Interaktive Grafik
SPIEGEL ONLINE

Zeitleiste: Chronik der Integration in Deutschland


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: