Emnid-Umfrage: Union verliert nach Querelen um Frauenquote

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Taktische Spielchen um die Frauenquote: Kristina Schröder und Angela Merkel

CDU und CSU haben in der aktuellen Wahlumfrage von Emnid zwei Prozentpunkte eingebüßt - womöglich wegen der Streitigkeiten über die Frauenquote. Zugelegt haben dagegen die Piraten.

Berlin - Der Streit über die Einführung einer Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen hat der Union offenbar geschadet. Sie ist in der Wählergunst einer neuen Umfrage zufolge zurückgefallen. Im "Sonntagstrend" des Instituts Emnid für "Bild am Sonntag" verlieren CDU und CSU zwei Punkte und landen bei 39 Prozent. Der Bundestag hatte am Donnerstag eine gesetzliche Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen abgelehnt. Die Quoten-Fans der Union waren einer nach dem anderen eingeknickt.

Unverändert ist laut der repräsentativen Emnid-Umfrage der Wert für die SPD (26 Prozent) - trotz des Bundesparteitags Mitte April, von dem sich die Sozialdemokraten eine belebende Wirkung erhofft hatten.

Die Grünen liegen wie in der Vorwoche bei 14 Prozent, auch Linkspartei (acht Prozent) und FDP (fünf Prozent) blieben unverändert.

Je einen Prozentpunkt hinzugewonnen haben laut Emnid die Piratenpartei sowie die sonstigen Parteien, damit liegen sie jetzt bei je vier Prozent.

Grünen-Wähler in Koalitionsfrage gespalten

Nach einer Umfrage von Emnid im Auftrag des Magazins "Focus" ist mehr als die Hälfte der Bürger dagegen, dass sich die Grünen auf die SPD als Koalitionspartner festlegen. 55 Prozent plädieren dafür, dass sich die Grünen Bündnisse mit anderen Parteien offenhalten. 26 Prozent befürworten die derzeit offiziell gültige Festlegung auf die SPD, 19 Prozent machten keine Angabe.

Die Grünen-Wähler sind laut Umfrage gespalten: 45 Prozent finden, dass die Partei sich auf die Sozialdemokraten festlegen sollte, 49 Prozent wollen diese Frage offenhalten, sechs Prozent machen keine Angabe.

wbr/dpa/Reuters

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