Energiewende Wulff unterschreibt Atomausstieg-Gesetz

Das Gesetz zum Atomausstieg kann in Kraft treten: Bundespräsident Wulff hat das Dokument unterschrieben. Die Ausfertigung sei "nach sorgfältiger Prüfung" erfolgt, heißt es in einer Erklärung des Bundespräsidialamtes.

Bundespräsident Wulff: Atomausstieg tritt in Kraft
dapd

Bundespräsident Wulff: Atomausstieg tritt in Kraft


Berlin - Der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland hat die letzte Hürde genommen. Bundespräsident Christian Wulff setzte die bereits von Bundestag und Bundesrat beschlossene Änderung des Atomgesetzes durch seine Unterschrift in Kraft, wie sein Büro am Montag in Berlin mitteilte. Die Ausfertigung sei "nach sorgfältiger Prüfung" erfolgt, hieß es weiter.

Der Bundestag hatte am 30. Juni mit großer Mehrheit beschlossen, die letzten Atomkraftwerke in Deutschland bis 2022 stillzulegen. Union, FDP, SPD und Grüne hatten nach der Fukushima-Katastrophe gemeinsam für die Kehrtwende in der Energiepolitik gestimmt. Anfang Juli passierte das Gesetz den Bundesrat. Acht ältere Atommeiler werden sofort stillgelegt, die übrigen neun AKW gehen schrittweise bis 2022 endgültig vom Netz. Der Bundesrat hatte die Vorlage am 8. Juli gebilligt.

Das Gesetz sieht vor, dass die im Zuge des Moratoriums nach dem Atomunglück von Fukushima abgeschalteten acht Atomkraftwerke nicht wieder ans Netz gehen. Von den verbleibenden neun Kraftwerken soll 2015, 2017 und 2019 je eines vom Netz gehen. Je drei weitere werden 2021 und 2022 abgeschaltet. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll bis 2020 auf mindestens 35 Prozent steigen, bis 2030 dann auf 50 Prozent. Zugleich soll der Stromverbrauch bis 2020 um zehn Prozent sinken.

hen/AFP/dpa



insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
mm01 01.08.2011
1. War..
Zitat von sysopDas Gesetz zum Atomausstieg kann in Kraft treten: Bundespräsident Wulff hat das Dokument unterschrieben. Die Ausfertigung sei "nach sorgfältiger Prüfung" erfolgt, heißt es in einer Erklärung des Bundespräsidialamtes. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,777808,00.html
von diesem Jasager etwas anderes zu erwarten. "Nach sorgfältiger Prüfung"..... dass ich nicht lache.
alleskinderfasching 01.08.2011
2. und ab dafür
dann haben wir das jetzt auch vom Tisch... jetzt wird's eng für die grünen, die sich eine neue Existenzberechtigung suchen müssen. Meckern weil's zu langsam geht erinnert doch zu sehr an S21...
dasköpchen 01.08.2011
3. Oh Gott! Na klasse!
Jetzt ists amtlich! Deutschland schafft sich ab! Na wunderbar! Auswandern sehr schnell auswandern! Jeder ders kann ganz schnell!
Barksdale 01.08.2011
4. Deutschland schafft sich ab.
Nun gibt es Atomstrom eben aus Frankreich und Tschechien, die fleißig an neuen Reaktoren an unseren Grenzen bauen. Da hat die Photovoltaiklobby ganze Arbeit geleistet. C02 Austoss wird eh überbewertet. Dass bereits heute, trotz gigantische Subventionen, 50% aller Solarpanels aus China kommen,passt den Ökos dann doch nicht so recht ins Bild. Die ersten Folgen für die deutsche Wirtschaft lassen sich oben bezüglich Eon lesen.
Why-not? 01.08.2011
5. Mutige Entscheidung!
Endlich mal eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung der Bundesregiuerung! Ich bin sehr froh, dass die AKWs abgeschaltet werden. Endlich wird diese tausendfach todbringende (Fukushima, Chernobyl, Tree Mile Island etc.)zumindest hier in Deutschland auf den Misthaufen der Geschichte geworfen. Bravo! Herrje, sind die Schreiberlinge hier mutlos: Wenn Deutschland diesen Ausstieg schaffen will, dann schaffen wir das auch. Die erneuerbaren Energien sind kräftig auf dem Vormarsch. Für eine Übergangsperiode muss man halt noch einige Gaskraftwerke laufen lassen. Fehlt nur noch die wichtigste Quelle der "Energieerzeugung": "Energieeffizienz" bzw. "Energieeinsparung". Da muss die Regierung noch mal ran. Wenn wir alle wollen, können wir problemlos einige Kraftwerke (Kohle oder Atom) einsparen. Es gibt unendlich viele ungenutzte Potentiale für Ennergieeinsparung, die werden halt nur nicht genutzt, weil es so bequemer ist.
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