Erholung Rösler will Kuren für pflegende Angehörige

Gesundheitsminister Rösler will mehr für Menschen tun, die Angehörige pflegen. Er denkt an spezielle Kuren und eine bessere Anrechnung auf die Rente. Welche Kosten dafür auf die Beitragszahler zukommen, sei noch nicht berechnet.  

Philipp Rösler: "Verantwortung in einer Familie übernehmen"
dapd

Philipp Rösler: "Verantwortung in einer Familie übernehmen"


Berlin - Philipp Rösler hat 2011 zum Jahr der Pflege ausgerufen - und macht nun erste Vorschläge für die Reform der Pflegeversicherung. Sie drehen sich hauptsächlich um die Entlastung von pflegenden Angehörigen. Der "Bild am Sonntag" sagte der Bundesgesundheitsminister, dass er sich für die Erholung dieser Menschen starkmachen will - nach dem Vorbild der Mutter-Kind-Kuren. "Die körperliche und seelische Belastung müssen wir auffangen." Mit solchen Kuren könne für Pflegende und Gepflegte "gemeinsam ein Ausgleich für die physischen und psychischen Belastungen geschaffen werden", sagte der FDP-Politiker vor dem zweiten Treffen zur geplanten Pflegereform an diesem Montag.

Anfang Dezember hatte Rösler eine Reihe von Dialogrunden gestartet, um die Aspekte einer Pflegereform durchzusprechen. Jetzt will er mit Vertretern von Pflege-, Sozial- und Patientenverbänden in Berlin über die Rolle der Angehörigen diskutieren. Ein Ergebnis des ersten Treffens war, dass dem Fachkräftemangel in der Pflege mit einer geänderten Ausbildung begegnet werden soll. Rösler hat die Pflege-Arbeitgeber auch zu einer besseren Bezahlung ihrer Beschäftigten aufgefordert.

Aktuell sind laut Gesundheitsministerium rund 2,3 Millionen Menschen pflegebedürftig. Zwei Drittel von ihnen werden demnach zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Die Zahl der Pflegefälle werde nach Prognosen bis 2030 auf über 3 Millionen und bis 2050 auf deutlich über 4 Millionen steigen.

Rösler für mehr Rente

Für die Angehörigen möchte der Minister deren Pflegezeiten stärker bei der Rente berücksichtigt sehen. "Bei der Pflege gibt es heute für ein Jahr Pflegezeit selten mehr als 20 Euro an späterer Rente. Das ist zu wenig. Da müssen wir gemeinsam nach besseren und bezahlbaren Lösungen suchen", sagte er der Zeitung. Zudem soll der gegenseitige Austausch von pflegenden Familienangehörigen in Selbsthilfegruppen finanziell gefördert werden.

Er selber, sagte Rösler der Zeitung, wolle sich falls es nötig werde, um seine Angehörigen kümmern. "Verantwortung in einer Familie heißt, dass sich Eltern um ihre Kinder und erwachsene Kinder später um ihre Eltern kümmern. Deshalb ist für mich klar, dass wir meine Schwiegereltern oder meinen Vater, der mich allein großgezogen hat, zu uns holen würden."

ler/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
inci 13.02.2011
1. oooo
Zitat von sysopGesundheitsminister Rösler will mehr für Menschen tun, die Angehörige pflegen. Er denkt an spezielle Kuren und eine bessere Anrechnung auf die Rente. Welche Kosten dafür auf die Beitragszahler zukommen, sei noch nicht*berechnet.** http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,745273,00.html
jau, am besten eine "pflicht zur kur", alle zwei jahre. bezahlt wird das von den pflegenden angehörigen natürlich selbst. auf daß die darbende bäder-wirtschaft keinen endgültigen schiffbruch erleide!
vHayekFan 13.02.2011
2. Rösler wil....
Was er wirklich will, ist eine private Zwangspflegeversicherung. Da im Moment aber die gesetzliche Pflegeversicherung finanziel völlig ausreichend ausgestattet ist, also gar kein sachlicher Grund vorliegt, ist offensichtlich, dass es nur darum geht, die Versicherungskonzerne zu mästen. Nun will Röslerlein also erstmal die Kosten hochjagen und dann wird er wieder mit seinem Projekt angesch.. kommen. Man sollte ihm das Handwerk legen.
stanis laus 13.02.2011
3. "Gesundheitsminister Rösler will mehr für Menschen tun"
Ach, das ist ja mal was ganz Neues für diese Koalition. Bislang tat die doch nur was für Banken und die EU.
GerhardFeder 13.02.2011
4. Aufhören
Erst wenn Politiker aufhören auf fremde Kosten den Beglücker des Volkes zu spielen, wird dieses Land wieder gesunden.
franzdenker 13.02.2011
5. An apple a day keeps the doctor away.
Zitat von sysopGesundheitsminister Rösler will mehr für Menschen tun, die Angehörige pflegen. Er denkt an spezielle Kuren und eine bessere Anrechnung auf die Rente. Welche Kosten dafür auf die Beitragszahler zukommen, sei noch nicht*berechnet.** http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,745273,00.html
Der Haushaltsposten für Gesundheit hat meiner Meinung nach das größte Einsparpotential. Wenn man sieht wieviel Gelder die Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser einstreichen, dann wird einem schlecht.
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