AfD-Stiftung Steinbach dementiert Ausstieg

Erika Steinbach soll das Aushängeschild der geplanten AfD-Stiftung werden. Bei einem Konvent gab es Ärger - trotzdem will die ehemalige CDU-Politikerin ihren Chefposten behalten.

Erika Steinbach bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD
DPA

Erika Steinbach bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD


Erika Steinbach wird nach eigenem Bekunden das Gesicht der geplanten AfD-Parteistiftung werden. Informationen, wonach sie ihren Rücktritt von der Spitze der Desiderius-Erasmus-Stiftung erklärt habe, hat die ehemalige CDU-Politikerin dementiert.

Vorangegangen war eine Schlappe, die Steinbach am Sonntag vor dem Konvent der AfD, einem Gremium aus etwa 60 AfD-Ländervertretern, erlitten hatte. Der Konvent hatte sich mit deutlicher Mehrheit geweigert, Steinbachs Stiftung als parteinahe Organisation anzuerkennen.

Von AfD-Vertretern hieß es, dass Steinbach, die frühzeitig die Sitzung verlassen hatte, "die Seele der AfD nicht verstanden habe". Sie habe ihr Stiftungsmodell ohne Rücksicht auf konkurrierende Vorschläge oder Kompromisse durchsetzen wollen.

Trotz der Widerstände will Steinbach aber offenbar kämpfen. Von einem Rückzug könne keine Rede sein, erklärte sie.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Steinbach werde sich aus der Spitze der Desiderius-Erasmus-Stiftung zurückziehen. Dies war eine Falschinformation. Steinbach hat einen Rückzug gegenüber dem SPIEGEL dementiert.

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dr.könig 07.05.2018
1. Erika ist zu konservativ
Den AfD Leuten im Konvent ist Frau Steinbach nicht rechts genug. Diese Volksdeutschtümelei, der Antiislamismus und der Hang zu Nationalem, der fehlt FrauSteinbach. Die Seele der Partei hätte sie erreicht, wenn sie ausfallend geworden wäre.
les2005 07.05.2018
2. Verstehe ich nicht
Es gibt doch aus der glorreichen Zeit, der die Mitglieder der AfD so nachtrauern, jede Menge Namen mit hohem Wiedererkennungswert, die sich für eine parteinahe Stiftung anbieten würden und die ihnen auch außerhalb der NPD niemand streitig machen wird.
Senf-Dazugeberin 07.05.2018
3. Schade
Frau Steinbach wäre die passende Person dafür gewesen. Ich bin gespannt, wo sie nun tätig sein wird. Alles Gute weiterhin.
Denken2018 07.05.2018
4. Die Frau von vorgestern...
diese unsägliche Frau lebt noch in einer anderen Zeit. Vermutlich möchte sie gerne wieder die Ostgebiete des früheren Deutschen Reiches zurück. Und... oh Jammer... niemand will sie dabei unterstützen. Es bleibt ein Rätsel, dass diese Frau so lange ihr Unwesen bei der CDU treiben konnte, bis sie sich irgendwann selbst herauskatapultiert hat. Diese Frau gehört in ein Museum... oder sollte sich einfach mal sozialen Aufgaben widmen, wenn sie die Füsse nicht still halten kann. Ich denke, die Mehrheit der Bevölkerung hat von dieser Frau die Nase gestrichen voll. Gebt Ihr irgend eine Aufgabe, in der sie sich noch wichtig fühlen kann.. auch wenn sie so unwichtig wie ein Kropf ist. Sorry.. aber diese Frau hat ein Problem.. ich empfehle einen Therapeuten, der ihr dabei hilft, neuen Sinn in ihrem Leben zu entdecken ... und endlich aus ihrer Vertriebenen-Schleife herauszukomen. Wenns hilft....
martin_kat 07.05.2018
5. Soso
Anscheinend möchte Frau Steinbach Ihre künftigen Anstrengungen ganz Ihren Twitter-Aktivitäten widmen. Getreu dem Motto: Besser widerlich, als wieder nicht.
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