Debatte in der Union Erika Steinbach wirbt für Koalition der CDU mit der AfD

Der Unions-Streit über den Umgang mit der Alternative für Deutschland eskaliert: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach plädiert im SPIEGEL für eine mögliche Koalition. Fraktionschef Kauder hält dagegen.

Erika Steinbach (CDU): Sucht eine Alternative für den Umgang mit der AfD
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Erika Steinbach (CDU): Sucht eine Alternative für den Umgang mit der AfD


Berlin - Als erstes Führungsmitglied der Unions-Bundestagsfraktion hat sich die hessische CDU-Politikerin Erika Steinbach für eine Koalition mit der eurokritischen Alternative für Deutschland ausgesprochen. "Die AfD ist nach meinen Beobachtungen eine rechtsstaatliche, demokratische Gruppierung und damit ebenso unser Konkurrent wie unser möglicher Partner", sagte Steinbach dem SPIEGEL. "In unserer Demokratie müssen die Parteien dazu bereit sein, mit allen demokratischen Gruppierungen zu koalieren, die nicht radikal oder gewaltbereit sind. Wenn Parteien anfangen, sich einander zu verweigern", warnt Steinbach, "dann wird es sehr gefährlich für die Demokratie." (Lesen Sie hier das komplette Interview mit Erika Steinbach)

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Heft 23/2014
Warum Deutschland jeden Sonntag einen Mord braucht

Steinbach, 1943 im heutigen Polen geboren, ist vor allem als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen bekannt geworden. Sie sitzt seit 1990 im Deutschen Bundestag und gehört dem Fraktionsvorstand der Union an. Zuvor hatten bereits andere CDU-Politiker die Abgrenzungsstrategie ihrer Partei gegenüber der AfD infrage gestellt, etwa der ehemalige Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Christean Wagner.

Unionsfraktionschef Volker Kauder hingegen setzt weiter auf demonstrative Distanz zur AfD. Er will keine Talkshows mehr besuchen, wenn auch AfD-Funktionäre teilnehmen. Ein Kurs, der in der Partei jedoch auf Unbehagen stößt. "Ich persönlich würde mich anders entscheiden", so Wolfgang Bosbach, Chef des Innenausschusses im Bundestag. Er findet es "nicht so richtig plausibel", dass Kauder mit Spitzenkräften der Linken diskutieren will, nicht aber mit AfD-Chef Bernd Lucke. So sieht es auch der CDU-Abgeordnete Jens Spahn: "Die AfD und ihre Parolen sollten wir stellen, indem wir ihre teils dumpfen Argumente widerlegen."

ric



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insgesamt 74 Beiträge
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Seite 1
cato. 01.06.2014
1. ...
Zitat von sysopDPADer Unions-Streit über den Umgang mit der Alternative für Deutschland eskaliert: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach plädiert im SPIEGEL für eine mögliche Koalition. Fraktionschef Kauder hält dagegen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/erika-steinbach-will-koalition-zwischen-cdu-und-afd-a-972753.html
Für Deutschland kann man nur hoffen, dass sich die verbliebenen Konservativen in der CDU durchsetzen. Die Sozialdemokratisierung der Union muss ein Ende finden und dann kann sich der Wähler entscheiden, ob er bürgerliche oder linke Politik will.
Tolotos 01.06.2014
2. Könnten die AfD Leute etwa den Spieß umdrehen und dumpfe pro Euro Positionen widerlegen?
Könnte es sein, dass Kauder derartige Talkshows vermeiden will, weil er weiß, dass bestimmte Positionen nur haltbar sind, wenn sich die Diskutanten einig sind, bestimmte Dogmen nicht infrage zu stellen. Z.B. dass es ohne Beachtung der Tatsachen klar ist, dass Deutschland vom Euro profitiert.
knalliheinzi 01.06.2014
3. Da weht ein anderer Wind
Und die CDU macht sich langsam in die Hose.AFD war da was? Frankreich zurzeit,war da was ?Wenn Sie nicht den Mainstream vertreten landen Sie immer rechts oder links.Dann bleiben Sie am besten vorn,denn da haben Sie alle hinter sich gelassen.Schönes Woe noch.
EduardtStorberg 01.06.2014
4. Der beste Weg die AfD zu bekämpfen...
ist mit ihr zu koalieren, bisher hat die CDU so jeden Gegner platt gemacht. Aber auch die Erfahrungen aus Hamburg mit Statt- und Schillpartei haben gezeigt, dass solche Gruppen sofort untergehen, sobald man von Ihnen mehr verlangt als Protest.... Leider ist es von Frau Steinbach keine bloße Strategie, vielmehr erhofft sich diese Frau tatsächlich einen Rechtsruck in der CDU. Diese Person würde auch mit den anderen Parteien am rechten Rand koalieren..
manschu 01.06.2014
5. Steinbach könnte in die AfD wechseln
Ich finde, Steinbach würde gut zur AfD passen. So bröckelt der Union der rechte Rand ab, wie einst der linke Rand der SPD. Eigentlich keine schlechte Aufteilung. Links die SPD, Rechts die Union, Links außen die Linke und Rechts außen die AfD. Naja, und dann gibt es noch die Grünen irgendwo in der Mitte (nicht mehr links). Mal sehen, ob die sich da halten können.
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