Erklärung aus dem Knast Horst Mahler bestreitet Kontakte zur Stasi

Hat er oder hat er nicht? Der frühere RAF-Anwalt Horst Mahler wehrt sich gegen die Gerüchte, er habe Ende der sechziger Jahre für die Stasi gearbeitet. In einer dreiseitigen Erklärung streitet er jeglichen Kontakt zur Spitzelbehörde ab.

Rechtsextremist Mahler: Wegen Volksverhetzung wurde er zu sechs Jahren verurteilt
dapd

Rechtsextremist Mahler: Wegen Volksverhetzung wurde er zu sechs Jahren verurteilt


Hamburg - Horst Mahler hat in seinem Leben schon einiges gemacht: Als Anwalt vertrat er Mitglieder der linken Terrorgruppe RAF, später wurde er als Neonazi wegen Volksverhetzung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Aber hat Mahler auch für die Staatssicherheit der DDR spioniert? Dieser Verdacht wurde zuletzt in verschiedenen Medienberichten verbreitet: Mahler habe als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) gearbeitet und dies bei einer Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft im März auch eingeräumt.

In einer dreiseitigen Erklärung wehrt sich Mahler, der zurzeit im Gefängnis sitzt, gegen die Vorwürfe: Weder habe er für die Stasi gearbeitet, noch habe es sonstige Kontakte gegeben. Er habe auch gegenüber der Staatsanwaltschaft niemals irgendwelche Stasi-Kontakte zugegeben, heißt es in der Erklärung, die von Mahlers Tochter verbreitet wird.

Bereits zuvor waren Zweifel an einer möglichen Stasi-Mitarbeit Mahlers aufgekommen. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte erklärt, sie habe keine Erkenntnisse darüber, dass Mahler Inoffizieller Mitarbeiter gewesen sei. Nach SPIEGEL-Informationen bestreiten auch die Ermittler, dass der Rechtsextremist gegenüber der Staatsanwaltschaft eine solche Mitarbeit eingeräumt habe.

stk



insgesamt 6 Beiträge
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graf.koks 04.08.2011
1. Was soll´s...
Zitat von sysopHat er oder hat er nicht? Der frühere RAF-Anwalt Horst Mahler wehrt sich gegen die Gerüchte, er habe Ende der sechziger Jahre für die Stasi gearbeitet. In einer dreiseitigen Erklärung streitet er jeglichen Kontakt zur Spitzelbehörde ab. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,778482,00.html
Wenn man die Vita dieses offenbar verwirrten Mannes liest, fehlt fast nur noch die Episode als Diplomat der Borg-Kultur. Ernstnehmen kann und sollte man den armen Menschen eigentlich nicht mehr. Da ist nur noch liebevolle Therapie angesagt.
Gajana 04.08.2011
2. überflüssig
Es ist nebensächlich ob er oder ob er nicht. Den Mahlers, den RAFs, den Al Kaidas, dem Attentäter von Norwegen, einem Kindermörder wie Gäffgen ist eines gemeinsam:sie halten sich für die Wahrheitsträger der Welt, sie sind zutiefst undemokratisch und sie sind in der heutigen Welt überflüssig. Sie stellen sich selber als Vollstrecker über leben und Tod hin und habem nichts was diese welt weiterbringt.
enrico3000 05.08.2011
3. Gerecht?
Ich frage mich gerade wie ich es bewerten soll, wenn ausgesprochene Worte härter bestraft als Vergewaltiger, Räuber und Totschläger.
catcargerry 05.08.2011
4. Gerecht!
Zitat von enrico3000Ich frage mich gerade wie ich es bewerten soll, wenn ausgesprochene Worte härter bestraft als Vergewaltiger, Räuber und Totschläger.
1. wird es ja gar nicht. 2. sind diese Worte Zunder für potentielle Räuber und Totschläger, und das ist ihr Zweck. 3. hat die Gesellschaft deshalb ein berechtigtes Interesse, dieses Schadenspotential im Rahmen ihrer Möglichkeiten unschädlich zu machen.
Dette 05.08.2011
5. Whats the difference?
Der Mann polarisiert und ist eben der Typus des querdenkenden Shit Stirrers. Irgendwann ist ihm scheinbar der rote Faden entglitten, nach dem er gehandelt hat. Er ist sich aber treu geblieben und ein Extremist geblieben. Ob nun links oder rechts - wo ist der Unterschied? Genau DAS ist das Problem der Linken, die ihren Extremismus als den legitimen ansehen.
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