Hamburg - Horst Mahler hat in seinem Leben schon einiges gemacht: Als Anwalt vertrat er Mitglieder der linken Terrorgruppe RAF, später wurde er als Neonazi wegen Volksverhetzung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Aber hat Mahler auch für die Staatssicherheit der DDR spioniert? Dieser Verdacht wurde zuletzt in verschiedenen Medienberichten verbreitet: Mahler habe als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) gearbeitet und dies bei einer Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft im März auch eingeräumt.
In einer dreiseitigen Erklärung wehrt sich Mahler, der zurzeit im Gefängnis sitzt, gegen die Vorwürfe: Weder habe er für die Stasi gearbeitet, noch habe es sonstige Kontakte gegeben. Er habe auch gegenüber der Staatsanwaltschaft niemals irgendwelche Stasi-Kontakte zugegeben, heißt es in der Erklärung, die von Mahlers Tochter verbreitet wird.
Bereits zuvor waren Zweifel an einer möglichen Stasi-Mitarbeit Mahlers aufgekommen. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte erklärt, sie habe keine Erkenntnisse darüber, dass Mahler Inoffizieller Mitarbeiter gewesen sei. Nach SPIEGEL-Informationen bestreiten auch die Ermittler, dass der Rechtsextremist gegenüber der Staatsanwaltschaft eine solche Mitarbeit eingeräumt habe.
stk
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