Europäische Union McAllister betreut Beitrittsverhandlungen mit Serbien

In den kommenden Jahren soll sich David McAllister um den Beitritt Serbiens zur Europäischen Union kümmern. Doch der EU-Parlamentarier dämpft gleich die Hoffnungen: "Kein Beitritt in den nächsten fünf Jahren."

David McAllister: Der EU-Parlamentarier kümmert sich um den Beitritt Serbiens
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David McAllister: Der EU-Parlamentarier kümmert sich um den Beitritt Serbiens


Brüssel - Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) betreut in den nächsten fünf Jahren die Beitrittsverhandlungen Serbiens zur Europäischen Union. "Ich freue mich, in der kommenden Woche zum ersten Mal in meiner neuen Rolle als Berichterstatter vor Ort zu sein, um mir ein eigenes Bild im Land zu machen", sagt McAllister, der seit rund einem Jahr im EU-Parlament sitzt.

Von Donnerstag bis Sonntag trifft sich McAllister in Belgrad mit dem serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vučič und Vertretern von Opposition und Gewerkschaften. Im Mittelpunkt der Gespräche steht der mögliche EU-Beitritt. McAllister war nach seiner Niederlage bei der Landtagswahl 2013 nach Brüssel gewechselt.

Kriterien noch nicht erfüllt

Der EU-Parlamentarier betonte, der aktuelle Fortschrittsbericht habe deutlich gemacht, dass Serbien auf einem guten Weg sei. Unter den Beitrittsländern des westlichen Balkans nehme es eine Vorreiterrolle ein. "In den nächsten fünf Jahren wird es aber sicherlich keinen Beitritt zur EU geben." Keines der beitrittswilligen Länder erfülle bislang die notwendigen Voraussetzungen.

Im Januar hatten die Verhandlungen über einen Beitritt begonnen. Sie waren möglich geworden, nachdem Serbien sich mit dem Kosovo auf ein gemeinsames Management der Grenze und über Streitfragen im serbisch bewohnten Norden des Kosovo geeinigt hatten. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des früher zu Jugoslawien gehörenden Kosovo nicht an. Das Parlament in Belgrad hatte zudem eine Reihe von Gesetzesänderungen beschlossen, um den Anforderungen der EU an Rechtsstaatlichkeit zu genügen.

mia/dpa

insgesamt 16 Beiträge
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captainpetrov 03.11.2014
1. Können wir...
...den Laden nicht erstmal konsolidieren, bevor wir noch jemanden dazu einladen?
seneca55 03.11.2014
2. Mg Allister betreut EU-Kandidat Serbien?
Hoffentlich geht er mit Serbien nicht so baden wie mit dem Drachenboot in Hannover. Verheugen hat in 2000 die EU-Kandidaten BG und ROM in die EU bugsiert, hoffentlich passiert das Mc Allister nicht auch mit Serbien !
medermark 03.11.2014
3. Kein Beitritt in den nächsten 20 Jahren
Die EU,soweit sie überhaupt noch rettbar ist, hat mit der Stabilisierung ihrer eigenen Situation viel genug zu tun. Die Euro-Währungsunion dürfte es -in ihrer jetzigen Zusammensetzung- des Weiteren schon 2020 nicht mehr geben. Da verbietet es sich in den nächsten 2 Jahrzehnten neue Mitglieder aufzunehmen. Überdies Mitglieder wie Serbien, die mit Europa emotional verdammt wenig am Hut haben und im großen und Ganzen nur Geld wollen. Deshalb gilt: Kein weiterer Beitritt innerhalb der nächsten 20 Jahre.
elikey01 03.11.2014
4.
Die abgedroschene Berliner Nachplapper-Formel, dass (auch) Serbien "auf einem guten Weg" sei, lässt mit Blick auf den östlichen Umarmungsdrang der EU nicht gerade Gutes ahnen. Da macht es auch nicht entspannter, wenn vor der Europa-Wahl skandiert wurde, dass es in den nächsten fünf Jahren (Amtszeit bis zur nächsten Wahl) keine weiteren EU-Beitritte geben würde. Als gäbe es innerhalb der EU nicht (endlich) die dringenderen inneren Probleme zu lösen, Reformen durchzuführen, um das Projekt EU i.S. eines zusammenwachsenden EUROPAs demokratischer, glaubwürdiger und damit vertrauenswürdiger für die zu machen, die bereits schmerzhaft reformiert wurden und dennoch in Sorge u.a. auf ihr Alter, für das die Armut droht, nicht los werden können.
bumminrum 03.11.2014
5. warum denn nun den nächsten
Chaos Staat in die EU. Die sind doch sowieso schon handlungsunfähig und die neuen Mitglieder notorisch pleite. Was soll das Ganze!!!?? Es reicht mit diesem Unsinn!!
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