EU-Parlament SPD-Mann Schulz will Präsident in Straßburg werden

Er gilt als streitlustig und engagiert: Der SPD-Politiker Martin Schulz strebt nach Höherem. Der Europaabgeordnete will der nächste Präsident des Parlaments in Straßburg werden.

Martin Schulz: Ambitionen für das Präsidentenamt
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Martin Schulz: Ambitionen für das Präsidentenamt


Straßburg - In Straßburg und Brüssel galt seine Bewerbung schon seit geraumer Zeit als ausgemacht. Nun hat Martin Schulz es offiziell gemacht: Er will der nächste Präsident des Europaparlaments werden. Er werde sich für die Nachfolge von Amtsinhaber Jerzy Buzek bewerben, sagte der 55-jährige Sozialdemokrat am Dienstag in Straßburg. Dazu benötige er aber zunächst die Nominierung durch die sozialdemokratische Fraktion. Diese werde vermutlich im September über ihren Kandidaten entscheiden. "Wenn ich die Nominierung habe, werde ich versuchen, die Mehrheit des Parlaments davon zu überzeugen, dass ich der richtige Kandidat bin", sagte Schulz.

Der Präsident des Europaparlaments wird traditionsgemäß jeweils für eine halbe Legislaturperiode gewählt. Die Amtszeit des polnischen Konservativen Buzek, der der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) angehört, läuft Ende des Jahres aus. Die EVP und die Fraktion der Sozialdemokraten sind die beiden größten politischen Gruppen im Europaparlament. Vor der Wahl des ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Buzek hatte die EVP zugesagt, für die zweite Hälfte der Wahlperiode einen sozialdemokratischen Kandidaten zu unterstützen.

Der Parlamentspräsident leitet das Präsidium und wichtige Plenarsitzungen und vertritt die europäische Volksvertretung nach außen.

Der ausgebildeten Buchhändler Schulz ist seit 1974 Mitglied der SPD. Dem Europaparlament gehört er seit 1994 an. Elf Jahre lang war er Bürgermeister von Würselen. Seit 2004 ist er Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Straßburger Parlament. Schulz wäre der sechste Deutsche in diesem Amt. Er gilt als streitlustiger Politiker und eine der Schlüsselfiguren für die Verabschiedung von Gesetzesvorhaben. Im Europäischen Parlament genießt er großes Ansehen, Respekt schlägt ihm über die Parteigrenzen hinweg entgegen.

ler/AFP/dpa



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Polarwölfin, 07.06.2011
1. .
Zitat von sysopEr gilt als streitlustig und engagiert: Der SPD-Politiker Martin Schulz strebt nach Höherem. Der Europaabgeordnete will der*nächste Präsident des Parlaments in Straßburg werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,767071,00.html
Da wird sich Nigel Farage aber freuen :))).
AUXEROIS 07.06.2011
2. Martin Schulz, Uff...
Zitat von sysopEr gilt als streitlustig und engagiert: Der SPD-Politiker Martin Schulz strebt nach Höherem. Der Europaabgeordnete will der*nächste Präsident des Parlaments in Straßburg werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,767071,00.html
Der politisch korrekte Hetzer als Parlamentspräse? Der Thierse von Straßburg. Jede Wählerschaft bekommt das, was sie vedient.
oisblues 07.06.2011
3. Der Nazikeulenschwinger
Ein Deutscher der selber am Nazi-Tourette-Syndrom zu leiden scheint, wird wenig Verständnis und Vertrauen bei anderen europäischen Parlamentsabgeordneten erhalten. Wie soll man jemanden vertrauen der sich und das Volk das er "angeblich" vertritt Tag für Tag unter den Scheffel stellt nur um angepasst politisch correct zu sein. Zu diesem Schulz möchte ich hier gern ein Zitat des estnische Staatspräsident, Dr. Lennart Meri nennen. Der sagte uns bereits in seinem Festvortrag anläßlich des 5. Jahrestages der Teilwiedervereinigung am 03.10.1995 in Berlin seine Meinung: „Deutschland ist eine Art Canossa-Republik geworden, eine Republik der Reue. Aber wenn man die Moral zur Schau trägt, riskiert man, nicht ernst genommen zu werden. Als Nichtdeutscher erlaube ich mir die Bemerkung: Man kann einem Volk nicht trauen, das sich rund um die Uhr in intellektueller Selbstverachtung übt. Um glaubwürdig zu sein, muß man auch bereit sein, alle Verbrechen zu verurteilen, überall in der Welt, auch dann, wenn die Opfer Deutsche waren oder sind. Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden – aber nicht etwa von den Esten oder den Finnen, sondern von den Deutschen selbst.“
chrishan 07.06.2011
4. schulz not for präsident
Der ausgebildeten Buchhändler Schulz ist seit 1974 Mitglied der SPD. Dem Europaparlament gehört er seit 1994 an. Elf Jahre lang war er Bürgermeister von Würselen. martin schulz ist ausdruck von klein-klein. martin schulz fehlt jedes präsidiale renommee. er kann abgeordneter sein, aber kein repräsentant deutschlands. westerwelle ist schon die personifizierte fehlbesetzung. schulz wäre die zweite. aufgrund dessen ist es überlegenswert, kleineren, neueren osteuropäischen staaten weiterhin das amt anzubieten.
durchblick 07.06.2011
5. wunderbar
Zitat von oisbluesEin Deutscher der selber am Nazi-Tourette-Syndrom zu leiden scheint, wird wenig Verständnis und Vertrauen bei anderen europäischen Parlamentsabgeordneten erhalten. Wie soll man jemanden vertrauen der sich und das Volk das er "angeblich" vertritt Tag für Tag unter den Scheffel stellt nur um angepasst politisch correct zu sein. Zu diesem Schulz möchte ich hier gern ein Zitat des estnische Staatspräsident, Dr. Lennart Meri nennen. Der sagte uns bereits in seinem Festvortrag anläßlich des 5. Jahrestages der Teilwiedervereinigung am 03.10.1995 in Berlin seine Meinung: „Deutschland ist eine Art Canossa-Republik geworden, eine Republik der Reue. Aber wenn man die Moral zur Schau trägt, riskiert man, nicht ernst genommen zu werden. Als Nichtdeutscher erlaube ich mir die Bemerkung: Man kann einem Volk nicht trauen, das sich rund um die Uhr in intellektueller Selbstverachtung übt. Um glaubwürdig zu sein, muß man auch bereit sein, alle Verbrechen zu verurteilen, überall in der Welt, auch dann, wenn die Opfer Deutsche waren oder sind. Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden – aber nicht etwa von den Esten oder den Finnen, sondern von den Deutschen selbst.“
einfach wunderbar, dem ist nichts hinzuzufuegen. ich hab meine neunschwaenzige katze zur selbstgeisslung immer im auto auf dem ruecksitz, fue die kleine suehne zwischendurch, man kann ja nie wissen
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