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Euro-Mitgliederentscheid der FDP Pieper warnt vor Populismus

FDP-Politikerin Pieper (Archivbild): Appell an die ParteifreundeZur Großansicht
dapd

FDP-Politikerin Pieper (Archivbild): Appell an die Parteifreunde

Cornelia Pieper sorgt sich um den Europa-Kurs der FDP: Das Vorstandsmitglied der Liberalen appellierte an die Freidemokraten, beim Mitgliederentscheid gegen die Initiative zur Ablehnung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. Die Partei dürfe keinen "populistischen Stimmungen nachjagen".

Berlin - FDP-Vorstandsmitglied Cornelia Pieper hat sich mit einem dringlichen Appell an ihre Parteifreunde gerichtet: Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt rief die Mitglieder ihrer Partei auf, gegen die Initiative zur Ablehnung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. "Der Mitgliederentscheid ist ein urdemokratischer Vorgang", sagte Pieper der "Mitteldeutschen Zeitung". Die FDP dürfe als "Europapartei mit großer Tradition auf keinen Fall populistischen Stimmungen nachjagen".

Die Gruppe der "Euro-Rebellen" um den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler hat nach eigenen Angaben die benötigten Unterschriften zusammen, um die Basis über den künftigen Euro-Kurs der FDP zu befragen. Schäffler und seine Mitstreiter wollen den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM verhindern, über den der Bundestag Anfang 2012 entscheiden soll.

Volker Wissing, finanzpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sieht keinen Grund für Nervosität wegen des Mitgliederentscheids: "Ich sehe das sehr gelassen. Ich halte das für unproblematisch", sagte er dem dem Sender Phoenix. Für eine Regierungspartei und für eine liberale Partei reiche es aber nicht aus nur zu sagen, wogegen man sei. "Man muss auch die Frage beantworten, wie man in der gegenwärtigen Krise den Euro stabilisiert."

Um die Befragung der Basis zu erzwingen, sind laut Satzung Unterschriften von fünf Prozent der Mitglieder, Anträge von fünf Landesverbänden oder einem Drittel der Kreisverbände nötig. Die Gruppe um Schäffler und den Altliberalen und Ex-Minister Burkhard Hirsch benötigte rund 3230 Unterschriften. "Wir haben in weniger als vier Wochen 3650 Unterschriften gesammelt. Das ist einmalig in der Geschichte der FDP", sagte Schäffler am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Am kommenden Montag will Schäffler FDP-Generalsekretär Christian Lindner in Berlin die Liste überreichen. Bis Jahresende könnte dann das Ergebnis des Mitgliederentscheids vorliegen, sagte Schäffler der dpa. In der FDP-Geschichte hatte es bereits zweimal einen Mitgliederentscheid gegeben: 1995 zum "Großen Lauschangriff" und 1997 über die Wehrpflicht.

Korrektur: In einer ersten Version dieses Artikels hieß es, Cornelia Pieper sei Vize-Vorsitzende der FDP. Seit Mai 2011 ist sie jedoch lediglich Beisitzerin im Parteivorstand. Der Text wurde entsprechend angepasst. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

hen/dpa

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insgesamt 28 Beiträge
almabu! 05.10.2011
Dieses geschmeidig-windschlüpfrige, liberale Brechmittel sollte die Öffentlichkeit mit ihren Erkenntnissen verschonen! Was sind schon die Mitglieder und ihre Meinung gegen die Führung einer Partei? Wer sich seit zwanzig [...]
Zitat von sysopCornelia Pieper sorgt sich um den Europa-Kurs der FDP: Die stellvertretende Parteivorsitzende appellierte an die Freidemokraten, beim Mitgliederentscheid gegen die Initiative zur Ablehnung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. Die Liberalen dürften keinen "populistischen Stimmungen nachjagen". http://www.spiegel.de/politik/deutschland /0,1518,789950,00.html
Dieses geschmeidig-windschlüpfrige, liberale Brechmittel sollte die Öffentlichkeit mit ihren Erkenntnissen verschonen! Was sind schon die Mitglieder und ihre Meinung gegen die Führung einer Partei? Wer sich seit zwanzig Jahren von der Stadtbild- zur Weltbild-Erklärerin durchgeschleimt hat, sollte einfach mal in den OFF-Modus schalten...
der.honk 05.10.2011
Was ist denn das Gegenteil von Populismus? Hotellerismus? Euroschuldismus? Du liebe Güte, alles, was an Demokratie erinnert, wird von den gegenwärtigen Parlamentsparteien als Populismus abgestempelt. Allein die Lobby- und [...]
Zitat von sysopCornelia Pieper sorgt sich um den Europa-Kurs der FDP: Die stellvertretende Parteivorsitzende appellierte an die Freidemokraten, beim Mitgliederentscheid gegen die Initiative zur Ablehnung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. Die Liberalen dürften keinen "populistischen Stimmungen nachjagen". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789950,00.html
Was ist denn das Gegenteil von Populismus? Hotellerismus? Euroschuldismus? Du liebe Güte, alles, was an Demokratie erinnert, wird von den gegenwärtigen Parlamentsparteien als Populismus abgestempelt. Allein die Lobby- und Bankster- induzierten Positionen sind die wahre, legitime Handlungsbasis unserer Regierung, oder wie?
Hardliner 1 05.10.2011
Wenn sich Politiker danach richten, was drei Viertel der Bürger wollen, dann ist das nicht Populismus, sondern Demokratie. Wir haben bereits genug Minderheitenbefriedigung in der Politik, nun sollte endlich mal die [...]
Zitat von sysopCornelia Pieper sorgt sich um den Europa-Kurs der FDP: Die stellvertretende Parteivorsitzende appellierte an die Freidemokraten, beim Mitgliederentscheid gegen die Initiative zur Ablehnung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. Die Liberalen dürften keinen "populistischen Stimmungen nachjagen". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789950,00.html
Wenn sich Politiker danach richten, was drei Viertel der Bürger wollen, dann ist das nicht Populismus, sondern Demokratie. Wir haben bereits genug Minderheitenbefriedigung in der Politik, nun sollte endlich mal die Bevölkerungsmehrheit der Maßstab des politischen Handelns sein.
immigrantin 05.10.2011
Ins normal menschliche übersetzt: Die Liberalen dürfen nicht den Willen des Volkes zur Sprache bringen. Jämmerliche Clowns.
Ins normal menschliche übersetzt: Die Liberalen dürfen nicht den Willen des Volkes zur Sprache bringen. Jämmerliche Clowns.
manni-two 05.10.2011
ein Schuldenschnitt belastet Kapitalanleger,aus dieser Sicht argumentiert Pieper logisch : FDP-Wähler sind keine Steuerzahler sondern Kapitalanleger !
ein Schuldenschnitt belastet Kapitalanleger,aus dieser Sicht argumentiert Pieper logisch : FDP-Wähler sind keine Steuerzahler sondern Kapitalanleger !
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