Eurofighter Lichterbaum im Cockpit

Mit Kinderkrankheiten beim neuen Eurofighter hat das Luftwaffengeschwader in Laage bei Rostock zu kämpfen. Der Verband erhielt seit Ende April sechs zweisitzige Trainings-Exemplare des 50 Millionen Euro teuren Jets. Zusammen waren sie seither aber nur knapp 130 Stunden in der Luft.


Eurofighter: 130 Stunden in der Luft
DPA

Eurofighter: 130 Stunden in der Luft

Hamburg - Rechnerisch wurde jede Maschine somit pro Woche bestenfalls eine Stunde lang geflogen. Wie sich derzeit beim "Truppenversuch" herausstellt, entspricht auch der Ersatzteilbedarf nicht den Prognosen: Manche Teile müssen eher ausgetauscht werden als erwartet.

Das automatische Prüfsystem, das beim Anlassen sämtliche Geräte durchcheckt, scheine ebenfalls Macken zu haben, berichtet der SPIEGEL. Bisweilen leuchtet vor den Piloten ein "ganzer Lichterbaum" von Warnlämpchen auf, wie vorige Woche am Rande einer Generalstagung der Luftwaffe moniert wurde.

Zur Sicherheit bleiben die Maschinen dann auf dem Boden. Der mehrfach verzögerte und zuletzt für Spätherbst angekündigte Beginn der Pilotenausbildung wird abermals geschoben - aufs kommende Frühjahr, vorerst.



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