Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Europawahl 2014: McAllister soll CDU-Spitzenkandidat werden

Angela Merkel, David McAllister: Europakritische Töne ausgleichen Zur Großansicht
DPA

Angela Merkel, David McAllister: Europakritische Töne ausgleichen

Comeback für David McAllister: Führende CDU-Politiker haben sich nach SPIEGEL-Informationen auf den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten als ihren Spitzenkandidaten für die Europawahl im Mai 2014 geeinigt.

Berlin - Die CDU plant, mit David McAllister als deutschem Spitzenkandidaten in die Europawahl im Mai 2014 zu ziehen. Zwar ist eine offizielle Entscheidung noch nicht gefallen, führende CDU-Politiker haben sich nach SPIEGEL-Informationen jedoch im Grundsatz verständigt. Auch Parteichefin Angela Merkel hat sich in einem Gespräch mit McAllister offen gezeigt.

Die Frage der Spitzenkandidatur ist in der CDU komplizierter als in anderen Parteien, da CDU und CSU bei der Europawahl nicht mit einer deutschlandweiten Liste, sondern mit Landeslisten antreten. McAllister, der gemeinsam mit CDU-Politikern um Generalsekretär Hermann Gröhe das Europawahlprogramm der Partei ausarbeitet, soll zunächst am Samstag zum Spitzenmann der Niedersachsen-CDU gewählt werden. Wie bei den Europawahlen 2004 und 2009 soll es aber auch einen deutschlandweit plakatierten Spitzenkandidaten geben.

So soll McAllister der deutsche Hauptgegner von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz von der SPD werden, der Anfang November zum Spitzenkandidaten der europäischen Sozialdemokraten gekürt wurde. Außerdem soll McAllister die europakritischen Töne aus der Schwesterpartei CSU ausgleichen. Diese dürften deutlich anschwellen, nachdem Parteichef Horst Seehofer den Anti-Euro-Rebell Peter Gauweiler für die CSUSpitze vorgeschlagen hat.

Themen im neuen SPIEGEL
Was steht im neuen SPIEGEL? Das erfahren Sie im SPIEGEL-Brief - dem kostenlosen Newsletter der Redaktion.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. nur eine frage:
ambulans 24.11.2013
welche qualitäten hat dieser kandidat denn eigentlich zu bieten? hätten die stimmen von niedersachsen, die ihn und seine qualitäten ja doch um einiges besser kennen dürften als andere wähler irgendwo in europa, eventuell ein höheres gewicht (nach dem motto: "eine pfeife, die ich kenne, ...)? was - zum teufel - soll das? kriegt der denn keinen job mehr, und wenn - warum?
2. ES wird spannend
rehabilitant 24.11.2013
Für jeden Versager findet sich noch ein Pöstchen in Europa. Die Europawahlen werden einige Überraschungen bieten, die nicht sehr erfreulich sind für die Blockparteien.
3. Deutschlands Problem
meinung2013 24.11.2013
die Deustcehn schicken ihre Versager nach Brüssel, die Franzosen, Italiener etc. meist ihre besten Leute. Wer ist Nettozahler in der EU, wer bürgt mit irrsinns Summen für notleidendende Südläner?
4. Eine Antwort
LJA 24.11.2013
Zitat von ambulanswelche qualitäten hat dieser kandidat denn eigentlich zu bieten? hätten die stimmen von niedersachsen, die ihn und seine qualitäten ja doch um einiges besser kennen dürften als andere wähler irgendwo in europa, eventuell ein höheres gewicht (nach dem motto: "eine pfeife, die ich kenne, ...)? was - zum teufel - soll das? kriegt der denn keinen job mehr, und wenn - warum?
McAllister war ein recht guter Ministerpräsident. Er hat das Land durchaus weiter gebracht. Zumindest mehr als es der jetztige Amtsinhaber kann, der im ersten Jahr seiner Amtszeit hauptsächlich mehr Posten in der Landesverwaltung geschaffen hat. Bei der Wahl hatte die CDU auch durchaus etwas mehr Stimmen. Allerdings sind Stimmen nicht gleich Landtagsmandate und Grün/Rot hat es mit viel Glück geschafft, zum Schluß noch einen Abgeordneten mehr zu stellen. Dabei hat der Wulff-Effekt vermutlich auch eine Rolle gespielt. Hat sich letztlich doch noch gelohnt, die Sache so lange am Kochen zu halten. In Europa wäre McAllister aber komplett fehl am Platz. Ich würde ihn lieber in einer wichtigen Rolle sehen, statt in dem vollkommen bedeutungslosen und auf sich selbst fixierten Europa-Parlament.
5. Man kann es auch genau umgekehrt sehen
wwwwalter 24.11.2013
Zitat von meinung2013die Deustcehn schicken ihre Versager nach Brüssel, die Franzosen, Italiener etc. meist ihre besten Leute. Wer ist Nettozahler in der EU, wer bürgt mit irrsinns Summen für notleidendende Südläner?
Im Gegenteil, das ist doch gut. Die klügeren Köpfe brauchen wir in unserem Land und nicht in Brüssel. Ausserdem werden die wirklich bedeutsamen Entscheidungen zum Glück nicht durch das Europaparlament getroffen, sondern durch die Regierungen der Länder, bzw. die Ministerräte. Hoffentlich bleibt das auch so, denn mit dem Europaparlament kann ich mich kein bischen identifizieren. Dieses Gremium ist sehr weit weg von den Realitäten. Die Wähler hier vor Ort, selbst diejenigen die sich für Politik interessieren kennen oft noch nicht mal den Namen ihres Wahlkreisabgeordneten. Mir fällt er ehrlich gesagt auch nicht ein, obwohl ich jeden Tag Zeitung lese und mich aus vielen Quellen informiere. Das sagt doch eigentlich alles aus über dieses Parlament. Ich hätte es gerne abgeschafft - lieber heute als morgen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: