Europawahl Beer soll FDP-Spitzenkandidatin werden

FDP-Chef Christian Lindner hat sich entschieden: Die Generalsekretärin Nicola Beer soll einem Zeitungsbericht zufolge Spitzenkandidatin der Liberalen für die Europawahl werden.

Nicola Beer
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Nicola Beer


Der FDP-Bundesvorstand will in seiner Sitzung am Montag Generalsekretärin Nicola Beer zur Spitzenkandidatin für die Europawahl im Frühjahr 2019 nominieren. Das berichtet die "Rheinische Post". Mit der Nominierung der 48-Jährigen wolle Parteichef Christian Lindner das pro-europäische Profil stärken, meldet das Blatt unter Berufung auf Parteikreise.

Beer ist seit 2013 Generalsekretärin der FDP und war zuvor Kultusministerin und Europa-Staatssekretärin in Hessen. Als ihre politischen Schwerpunkte nennt sie unter anderem Bildung, Europa und Digitalisierung. Die FDP strebt zur Europawahl im Mai kommenden Jahres eine Zusammenarbeit mit der Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, En Marche, an.

Anfang August hatte sich Lindner mit Vertretern von En Marche in Paris getroffen und danach Gemeinsamkeiten betont. Beide Parteien wollten die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und wirtschaftliche Unterschiede schneller überwinden, wird Lindner zitiert. Ob es eine gemeinsame Spitzenkandidatur aller europäischen Liberalen Parteien gibt, ist demnach noch offen.

als/dpa



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Rüdiger IHLE, Dresden 24.09.2018
1. Endlich mal wieder ne Spitzenfrau bei der FDP !
Ein frisches Gesicht kann für die Partei nur gut sein, und immer nur der Lindner ist doch ein bißchen wenig auf Dauer .. .. und da die Frau auch noch clever ist : Alles Gute .. , und viel Glück !
skeptikerjörg 24.09.2018
2. Wird sie Lindner zu stark?
Europaparlament heißt abschieben auf einen gut dotierten Posten im politischen Abseits. Spontan fällt mir dazu die Parallele der GRÜNEN und Angelika Beer ein. Die Namensgleichheit ist rein zufällig. Die Wahlbeteiligung bei Europawahlen von um die 25% zeigt, wie wenig dieses immer noch "Scheinparlament" ohne wirkliche Entscheidungsbefugnisse die Wahlbürger interessiert. Spitzenkandidatin für die Wahlen zum Europaparlament ist keine "Beförderung", sondern ein politisches Abstellgleis.
simonweber1 24.09.2018
3. Es
Zitat von skeptikerjörgEuropaparlament heißt abschieben auf einen gut dotierten Posten im politischen Abseits. Spontan fällt mir dazu die Parallele der GRÜNEN und Angelika Beer ein. Die Namensgleichheit ist rein zufällig. Die Wahlbeteiligung bei Europawahlen von um die 25% zeigt, wie wenig dieses immer noch "Scheinparlament" ohne wirkliche Entscheidungsbefugnisse die Wahlbürger interessiert. Spitzenkandidatin für die Wahlen zum Europaparlament ist keine "Beförderung", sondern ein politisches Abstellgleis.
scheint so, dass der frühere Schmähruf "Hast du einen Opa schick ihn nach Europa" irgendwie immer noch im Trend liegt. Nun will ich Frau Beer keineswegs zu nahe treten. Sie ist ohne Frage eine kompetente Politikerin. Deswegen finde ich es bedauerlich, dass eine kompetente Politikerin der FDP in dieses Pseudoparlament weggelobt werden soll.
vanmoders 24.09.2018
4. @skeptikerjörg
Jetzt aber mal langsam... Europawahlen haben in der Regel eine geringe Wahlbeteiligung, jedoch ist 25% übertrieben. Die letzte Europawahl hatte EU-weit eine Wahlbeteiligung von 43% (in Deutschland 47%) und ist somit ein bisschen unter dem Niveau einer Landtagswahl in einem deutschen Bundesland. Das steht übrigens im krassen Gegensatz zu der eigentlichen Wichtigkeit des Europaparlaments, welches seit dem Vertrag von Lissabon mit dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren im Gesetzgebungsprozess in fast allen Bereichen gleichgestellt mit dem Rat der EU ist und somit, genauso wie der Bundestag, Gesetze annehmen, verändern und ablehnen kann. Außerdem wählt das Europäische Parlament den Kommissionspräsidenten und die Kommission, verabschiedet den EU-Haushalt und muss EU-Handelsabkommen zustimmen. Es als "Scheinparlament" zu bezeichnen, ist einfach nur falsch und die niedrige Wahlbeteiligung deutet eher auf die schlechte politische Bildung der Bürger hin.
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