Ex-Bundespräsident Köhler soll G-20 beraten

Vor fünf Monaten trat er vom Amt des Bundespräsidenten zurück - jetzt hat Horst Köhler offenbar eine neue Aufgabe gefunden: Nach einem Zeitungsbericht soll er mit anderen hochrangigen Experten Konzepte für eine Reform des Weltwährungssystems im Rahmen der G-20 erarbeiten.

Ehemaliger Bundespräsident Köhler: Berichte über neue Tätigkeiten
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Ehemaliger Bundespräsident Köhler: Berichte über neue Tätigkeiten


Hamburg - Fünf Monate nach seinem Rücktritt zeichnet sich für Horst Köhler eine neue Aufgabe ab: Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, soll Köhler Mitglied eines hochkarätigen Expertengremiums mit Vertretern der internationalen Politik- und Finanzwelt werden, das Konzepte für eine Reform des Weltwährungssystems ausarbeitet. Die Einrichtung des Gremiums ist Teil der Pläne Frankreichs für eine Reform der internationalen Währungsordnung im Rahmen der G-20. Frankreich übernimmt 2011 die Präsidentschaft in der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer.

Köhler stand vor seinem Wechsel ins höchste deutsche Staatsamt im Jahr 2004 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Am vergangenen Wochenende war er bereits zur Jahrestagung von IWF und Weltbank nach Washington gereist.

Außerdem soll dem "Zeit"-Bericht zufolge Jens Weidmann, Wirtschaftsberater der Bundeskanzlerin, eine Arbeitsgruppe innerhalb der G-20 leiten. Diese soll sich mit den Themen Wechselkurse, Devisenreserven und Kapitalverkehrskontrollen befassen und dazu Vorschläge erarbeiten.

anr/dapd



insgesamt 3 Beiträge
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JensDD 13.10.2010
1. ...
Zitat von sysopVor fünf Monaten trat er vom Amt des Bundespräsidenten zurück - jetzt hat Horst Köhler offenbar eine neue Aufgabe gefunden: Nach einem Zeitungsbericht soll er mit anderen hochrangigen Experten Konzepte für eine Reform des Weltwährungssystems im Rahmen der G-20 erarbeiten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722845,00.html
lese ich gerade den "Spiegel" oder den "Eulenspiegel" - also die besseren Witze stehen in der Eule
deppvomdienst 13.10.2010
2. Den Bock zum Gärtner machen
Zitat von JensDDlese ich gerade den "Spiegel" oder den "Eulenspiegel" - also die besseren Witze stehen in der Eule
... und Don Corleone wird Chef von Interpol. Aber, was soll's: Nach ein paar Monaten wird er doch sowieso zurücktreten, weil die öffentliche Meinung die Würde und das Ansehen des hohem Berateramtes zu beflecken droht.
Anton 100 13.10.2010
3. Die nach-politischen Pöstchen
Ob die neue Stelle mit der "Würde des Amtes" zusammengeht, die K. so beschädigt sah, dass er händchenhaltend mit seiner Frau zurücktrat? Dass die abgewählten, zurückgetretenen oder sonstwie ins Ex geschickten Politiker den Hals nicht vollkriegen können ...! Genau das ist der Verlust an Moral, der unsere Gesellschaft auszeichnet.
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