Daniel Domscheit-Berg: Ex-WikiLeaks-Sprecher ist Pirat
Deutschlands jüngste Partei ist um einen prominenten Netzaktivisten reicher. Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg ist nach Angaben seiner Frau, der früheren Grünen-Politikerin Anke Domscheit-Berg, mit ihr gemeinsam den Piraten beigetreten.
Hamburg - Einer der größten Netz-Nerds Deutschland hat sich den Piraten angeschlossen. Der frühere Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg, tritt den Freibeutern gemeinsam mit seiner Frau Anke Domscheit-Berg bei. Sie wechselte von den Grünen zur Piratenpartei.
Anke Domscheit-Berg vermeldete zunächst ihren eigenen Parteiwechsel via Twitter, wo sie als @anked firmiert: "Just took a serious decision," schreibt sie dort am Donnerstagabend, "ich habe gerade eine ernste Entscheidung getroffen", und wenig später: "I just joined the #pirateparty" - "Ich bin gerade der Piratenpartei beigetreten."
Zur Begründung veröffentlichte sie folgenden Tweet: "ich: Ihr habt zu wenig frauen. Piraten: dann komm doch! ich: kultur gefällt mir nicht. Piraten: dann komm und hilf sie zu ändern. - okay." Ihre eigene Haltung wolle sie aber in der überwiegend männlichen Partei nicht aufgeben. Sie sei Feministin - und werde sich, vielleicht als erste Frau bei der Partei, "Piratin" nennen.
Auf Nachfrage des Piraten Oliver Höfinghoff gab Anke Domscheit-Berg außerdem bekannt, dass auch ihr Mann, Ex-WikiLeaks Sprecher Daniel Domscheit-Berg, der Partei beitreten werde. In einem Twitter-Gespräch mit ihr will es Höfinghoff alias @UrbanP1rate von Anke Domscheit-Berg genau wissen: "Hast du nen Antrag abgeschickt?" - ihre Antwort: "wir haben sogar schon den jahresbeitrag überwiesen :-)". Daraufhin Höfinghoff: "Ich hör immer wir. Haste den Daniel gleich mitgenommen?" Anke Domscheit-Berg: "ja".
Daniel Domscheit-Berg hatte sich nach seinem Abgang als WikiLeaks-Sprecher mit dem Gründer der Online-Plattform, Julian Assange, heftige Auseinandersetzungen geliefert. Der Streit eskalierte im August vergangenen Jahres, weil der Deutsche Domscheit-Berg nach SPIEGEL-Informationen Tausende unveröffentlichte Dateien zerstörte, die einst bei der Organisation eingereicht worden waren.
bos
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