Passau/Berlin - Schwarz-Grün - wäre das was nach der Bundestagswahl? Man sollte jedenfalls keine Gespräche ausschließen, findet Familienministerin Kristina Schröder. Die CDU-Politikerin sieht sich besonders in der Familienpolitik in Übereinstimmungen mit der Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt.
"Niemand wird sich Gesprächen verweigern", sagte Schröder der "Passauer Neuen Presse". Ihr gefalle, wie Göring-Eckardt in der Familienpolitik argumentiere. "Sie setzt nicht unbedingt auf mehr Geld, sondern auf mehr Zeit für Familie. Da sind wir uns sehr nahe."
Grundsätzlich wollen die Grünen bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr zusammen mit der SPD die Union und die in Umfragen schwächelnde FDP aus der Regierung drängen. 45 Prozent sei das gemeinsame Ziel, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der Nachrichtenagentur dpa. "Die Sozialdemokraten müssen um die 30 Prozent erreichen und darüber gehen - und wir müssen um die 15 Prozent erreichen und darüber gehen", so Özdemir. "Das ist möglich."
Zuletzt hatte der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit seine Parteifreunde im SPIEGEL-ONLINE-Interview allerdings auch dazu aufgefordert, sich zumindest auf die Option Schwarz-Grün vorzubereiten.
Auf einem dreitägigen Parteitag in Hannover wollen die Grünen von diesem Freitag an die Weichen für den Wahlkampf stellen. Özdemir zeigte sich sicher, dass seine Co-Vorsitzende Claudia Roth trotz ihrer Schlappe bei der Urwahl eines Wahlkampf-Spitzenduos mit gutem Ergebnis im Amt bestätigt wird.
hen/dpa/dapd
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