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Familienpolitik: Vätermonate immer beliebter

Immer mehr Väter bleiben eine Zeitlang zu Hause, um ihre Kinder zu erziehen. Seit der Einführung des neuen Elterngeldes ist die Quote stark gestiegen. Die Geburtenrate kletterte in Deutschland im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 17 Jahren.

Hannover - Die Vätermonate sind in Deutschland stark gefragt: Nach der Einführung des neuen Elterngeldes bleiben immer mehr Väter zur Erziehung ihrer Kinder eine Zeitlang zu Hause. So stammten in Bayern im Jahr 2007 knapp 13 Prozent, in Baden-Württemberg gut 11 Prozent der bis zum Jahresende bewilligten Anträge von jungen Vätern, meldet die in Hannover erscheinende "Neue Presse" unter Berufung auf eine eigene Länderumfrage. Morgen will das Statistische Bundesamt seine Elterngeld-Bilanz für 2007 veröffentlichen.

Aus den Länderministerien hieß es dem Bericht zufolge zumeist, dass die Anzahl der Bewilligungen für Väter noch steigen könne, da das Elterngeld bis zu drei Monate rückwirkend beantragt werden könne. In jedem Fall aber sei der Anteil der Männer, die zur Betreuung neugeborener Kinder eine berufliche Auszeit nehmen, deutlich höher als vor Einführung des Elterngeldes zu Jahresbeginn 2007.

Zum Stichtag 31. Dezember 2007 waren dem Bericht zufolge in Bayern etwa 95.000 Anträge bewilligt worden, in Baden-Württemberg 71.267. Hessen meldete demnach zum Jahresende 45.254 bewilligte Elterngeld-Anträge - etwa 11,5 Prozent von jungen Vätern. In Niedersachsen wurden 55.952 Anträge positiv beschieden. Die Väterquote lag dort bei 9,3 Prozent. Das Saarland meldete zum Jahresende 2007 5.892 bewilligte Elterngeld-Anträge - 7,18 Prozent davon stammten von Vätern, wie die Zeitung schreibt.

Mecklenburg-Vorpommern erklärte dem Bericht zufolge, im vergangenen Jahr sei landesweit 11.524 Elterngeld-Anträgen stattgegeben worden. Die Väter-Quote habe neun Prozent betragen.

Die Geburtenrate in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 1990 geklettert. Die Quote sei auf mehr als 1,4 Kinder pro Frau gestiegen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf interne Berechnungen des Bundesfamilienministeriums. Im Vorjahr habe die Quote noch bei 1,33 Kindern pro Frau im Alter zwischen 15 und 45 Jahren gelegen. Zuletzt seien 1990 so gute Zahlen wie 2007 verzeichnet worden.

Der Anstieg sei unter anderem auf die gute Konjunktur und bessere Betreuungsangebote zurückzuführen, erklärte das Ministerium laut der Zeitung.

Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) wurde mit den Worten zitiert, die Zahlen seien ein "überwältigender Vertrauensvorschuss" junger Leute, die auf ein kinderfreundliches Deutschland setzten.

als/AP/ddp

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