Familienurlaub in Florida Teurer Billigflug für Christian Wulff

Niedersachsens Ministerpräsident buchte und zahlte Holzklasse für die Reise nach Miami, flog dann aber Businessklasse - weil eine Fluggesellschaft Christian Wulff samt Familie ein weihnachtliches Upgrade verpasste. Der Preisunterschied sei nachgezahlt worden, erklärte Wulffs Sprecher.

Christian Wulff: Vorzugsbehandlung beim USA-Flug
DPA

Christian Wulff: Vorzugsbehandlung beim USA-Flug


Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat Ärger wegen seines 14-tägigen Weihnachtsurlaubs in Florida. Nach SPIEGEL-Informationen hatte der Regierungschef im Mai vergangenen Jahres bei der Fluggesellschaft Air Berlin günstige Economy-Tickets für die interkontinentalen Flüge gebucht. Tatsächlich aber genoss er mit Frau und zwei Kindern die bequemen Sitze der Businessclass von Düsseldorf nach Miami.

Wulff erklärte, sein Büro sei drei Tage vor dem Abflugtermin am 20. Dezember von Air Berlin über ein kostenloses Upgrade unterrichtet worden. Er selbst habe aber erst am Abflugtag davon erfahren, die Vorzugsbehandlung sei nicht mehr zu ändern gewesen.

Aus internen Unterlagen von Air Berlin geht hervor, dass der günstige Luxustransport von Konzernchef Joachim Hunold persönlich abgesegnet wurde ("Festpreis ok lt. J. Hunold"). Die Preisdifferenz für die besseren Plätze, mehrere tausend Euro, habe Wulff bereits nachgezahlt, sagte Olaf Glaeseker, Sprecher des Ministerpräsidenten: "Der Betrag ist in der letzten Woche abgebucht worden, die Sache ist erledigt", so Glaeseker.



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