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FDP in der Krise: Westerwelle dachte über Rücktritt nach

Die Umfragewerte sind verheerend, in der FDP ist die Stimmung am Tiefpunkt - das lässt Parteichef Westerwelle offenbar an sich selbst zweifeln. Intern soll er über die Möglichkeit eines Rückzugs gesprochen haben, berichtet die "Bild am Sonntag".

Außenminister Westerwelle: Entscheidung über Parteivorsitz zum Jahresende Zur Großansicht
ddp

Außenminister Westerwelle: Entscheidung über Parteivorsitz zum Jahresende

Berlin - FDP-Chef Westerwelle will sich nach der parteiinternen Kritik seiner Parteibasis stellen. Auf insgesamt vier Regionalkonferenzen im September und Oktober will er mit der Basis ins Gespräch kommen. Nach einer ersten Konferenz in Siegburg trifft Westerwelle am Sonntag in Ulm ein. Weitere Konferenzen folgen am 30. September in Schwerin und am 8. Oktober in Halle.

Nach den Konferenzen will der Liberale offenbar entscheiden, ob er weitermacht. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, soll Westerwelle Anfang der Woche bei einer Veranstaltung der FDP-Bundestagsfraktion über die Möglichkeit eines Rückzugs von der Parteispitze gesprochen haben.

"In meinem Urlaub auf Mallorca habe ich über einen Rücktritt vom Parteivorsitz nachgedacht", zitiert das Blatt den FDP-Chef. Westerwelle hatte vor seiner Hochzeit mit Michael Mronz am Freitag bis zum 21. August gemeinsam mit seinem Lebensgefährten zwei Wochen Urlaub auf der Balearen-Insel gemacht.

Deutlich vor den wichtigen Landtagswahlen im März 2011 wolle Westerwelle endgültig entscheiden, ob er weitermacht, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen engen Vertrauten des Liberalen-Chefs. "Westerwelle wartet auf ein Signal seiner Partei bis Weihnachten, dass sie ihn noch will und ihm auch künftig folgt."

Bei einem Empfang der sächsischen FDP am Sonntag in Dresden dementierte Westerwelle: "Ich habe nie darüber nachgedacht", sagte er zu den Spekulationen über seinen Rücktritt. "Da können Sie mal sehen, wie schnell Gerüchte entstehen."

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) verteidigte Westerwelle angesichts schlechter Umfragewerte und zunehmender Kritik aus den eigenen Reihen. "Es wäre unfair und falsch, die Probleme auf eine Person zu reduzieren. Die Mannschaft muss jetzt zusammenstehen", sagte Brüderle der "Bild am Sonntag".

Unter Westerwelle habe die FDP das beste Ergebnis ihrer Geschichte erreicht. "Seine Stärken werden bald wieder deutlicher werden. Ich stehe hinter ihm", so Brüderle.

hil/ddp/APD

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 38 Beiträge
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    Seite 1    
1.
c++ 19.09.2010
Da hatte er mal einen vernünftigen Gedanken
2. Schade
NormanR, 19.09.2010
Schade, daß er keinen Mut hatte zurückzutreten. Was soll man dazu sagen außer, schön wärs?!
3. würde uns was fehlen ...
Hilfskraft 19.09.2010
Zitat von sysopDie Umfragewerte sind verheerend, in der FDP ist die Stimmung am Tiefpunkt - das lässt Parteichef Westerwelle offenbar an sich selbst zweifeln. Intern soll er über die Möglichkeit eines Rückzugs gesprochen haben, berichtet die "Bild am Sonntag". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,718275,00.html
...wenn er es getan hätte, tun würde? H.
4. .
takeo_ischi 19.09.2010
Schade, dass das mit dem Denken nicht geklappt hat.
5. Westerwelle Durchhalten!
Heimatloserlinker 19.09.2010
Nur so ist sichergestellt, dass die FDP sich im nächsten Jahr aus den Landtagen verabschiedet!
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