Machtkampf bei der FDP: Kubicki will Vizechef der Liberalen werden

Generalsekretär der FDP will er nicht werden, dafür strebt Wolfgang Kubicki nun einen anderen Posten an: Der Kieler FDP-Fraktionsvorsitzende will stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden. Zusammen mit Lindner will er die Partei aus der Krise führen.

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Wolfgang Kubicki: Der Kieler will nicht FDP-Generalsekretär werden

Kiel - Wolfgang Kubicki strebt nicht nach dem Posten des FDP-Generalsekretärs. Kubicki habe am Vorabend den Delegierten eines Kleinen Parteitags der Nord-FDP mitgeteilt, dass er Vizechef der Liberalen werden möchte

Der 61-Jährige werde sich beim vorgezogenen Parteitag im Dezember als Bundesvize bewerben, sagte eine Parteisprecherin am Dienstag.

Am Montag war Kubicki in Berlin auch als möglicher Generalsekretär im Gespräch gewesen. Die FDP steht nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl an der Fünfprozenthürde vor einem personellen Umbruch an der Parteispitze. Neuer Parteichef als Nachfolger Philipp Röslers soll der bisherige FDP-Vize und NRW-Landesvorsitzende Christian Lindner werden. Beide Politiker hatten die FDP im vergangenen Jahr bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zum Erfolg geführt. Sie stoppten damit eine Niederlagenserie ihrer Partei - allerdings nur vorübergehend.

Kubicki selbst hatte auch schon kräftig Werbung für Lindner gemacht: "An Christian Lindner kommt niemand vorbei. Er ist jemand, der die Partei aus der Lethargie herausführen kann", so Kubicki.

Auch der scheidende FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Koppelin hatte ein Duo aus Lindner und Kubicki als neue Hoffnungsträger ins Spiel gebracht. "Wenn die beiden wollen, auf jeden Fall", sagte Koppelin.

Die Zukunft des derzeitigen FDP-Generalsekretärs Patrick Döring ist ungewiss. Der 40-Jährige hatte nach eigenen Angaben bis 2011 noch ein Standbein in der Versicherungswirtschaft, als Mitglied im Vorstand der Haustierversicherung Agila AG und Geschäftsführer der Wertgarantie Management GmbH.

mia/dpa

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1. Tragisch
blackmark 24.09.2013
Das ist schon tragisch für die vielen FDP Abgeordneten. Da hat man lange Jahre auf Kosten der Allgemeinheit gelebt und gegen das Volk gearbeitet und auf einmal ist man weg von den fetten Fleischtöpfen. Das Leben kann so grausam sein.
2. personen-kult
ambulans 24.09.2013
statt unverzichtbar-notwendiger rück-besinnung auf liberale haltungen und positionen? arme FDP - du hast den boden noch gar nicht erreicht ...
3. Na klar
Kauzboi 24.09.2013
Er hat nicht das smarte Vertretergesicht mit dem man sich jetzt, so völlig nutzlos wie man ist, wieder von neuem bei der Wirtschaft anbiedern muss. Dafür braucht er Lindner. Damit er aber auch gleich ganz weit vorne am Start ist, falls und wenn es wieder aus der Versenkung raus geht, möchte er sich den Vizeposten angeln. So wird das gemacht!
4. Na sowas...
robert.c.jesse 24.09.2013
Schon beim ersten Rücktritt von C.Lindner war diese Strategie zu erkennen. Der "Retter", der so bescheiden gar keiner sein will. Das war ausgeheckt und somit "Kalkül" das keinen Erfolg haben wird. Das scheue Reh Lindner und der Fuchs Kubicki. Ein Herzwärmendes Märchen. Alles Strategien, die Macht ernten wollen und sich vom Steuerzahler ernähren lässt. Es geht keineswegs um das Wohl des Volkes sondern Interessengruppen, welche sich bereichern wollen. Hat man vor der Wahl um "Zweitstimmen" gebettelt, so wird jetzt um die "Aufmerksamkeit" gebuhlt. Aber das Sie nicht gebraucht werden, und dies erkennen können, wird durch ihre gepflegte Eitelkeit verhindert...
5. gut so...
klaas-peter 24.09.2013
wenn man bei Wikipedia über Christian Lindner liest, ist ein Rechtsanwalt an seiner Seite Gold wert. K.H.Flach, R.Dahrendorf oder Maihofer würden sich im Grab umdrehen ob der Zukunft des Liberalismus.
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