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Neue Parteifarben für die FDP: Optische Täuschung

FDP-Vorsitzende Christian Lindner: Gelb-blaue Parteifarben müssen weichen Zur Großansicht
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FDP-Vorsitzende Christian Lindner: Gelb-blaue Parteifarben müssen weichen

Die FDP will in Zukunft herzlicher und menschlicher rüberkommen. Dafür ändert sie aber nicht ihre Politik, sondern ihre Parteifarben. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Demnach sollen schon bald mit wärmeren Tönen die Herzen der Wähler zurückerobert werden.

Berlin - Wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt, verändern manche Menschen gerne ihr äußeres Erscheinungsbild. Frei nach dem Motto: je radikaler der Lebenswandel, desto größer die optische Veränderung. Das scheint sich nun auch die FDP gedacht zu haben. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" haben sich die Liberalen einer Art Typberatung unterzogen. Dabei kam heraus, dass der FDP in ihrer derzeitigen Lage eine wärmere Parteifarbe besser zu Gesicht stünde als das traditionelle Ensemble aus Gelb und Blau.

Die bisherigen Farben erinnerten vor allem an die "alte FDP", sagte der Chef der Berliner Werbeagentur Heimat, Andreas Mengele, der Zeitung. Und diese alte FDP sei mit dem Vorurteil behaftet, seelenlos und kühl zu sein. Dieses Image will die Partei loswerden. Dafür haben die Liberalen Mengele angeheuert: Er betreut seit sechs Wochen die FDP-Bundespartei und entwickelt für die Liberalen ein neues Kommunikationskonzept.

Der Werbefachmann verspricht der Partei nun einen "radikalen Neustart in der Darreichungsform". Dazu gehören nicht nur wärmere Farbtöne. Auch in der Werbung soll nun deutlich werden, "was an Menschlichem und Einfühlsamen im Programm der Partei steht". Zudem sei nicht auszuschließen, dass die Partei auch ein neues Logo bekomme, verriet Mengele dem Blatt.

Bereits am Dreikönigstreffen am 6. Januar will sich die FDP dem Bericht zufolge in neuem Gewand präsentieren. "Die FDP wird sich in Stuttgart in neuer Frische zeigen - auch gestalterisch", sagte Mengele.

Ob mit der neuen Image-Kampagne der Absturz der Partei in die Bedeutungslosigkeit aufgehalten werden kann, ist fraglich. Dieser begann vor gut einem Jahr, als die Partei nicht nur aus der Regierung, sondern auch aus dem Bundestag flog. Davon haben sich die Liberalen nicht mehr erholt. Seit Monaten liegt die FDP im Bund stabil zwischen zwei und drei Prozent. Zudem verliert sie Mitglieder.

jbe

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insgesamt 109 Beiträge
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1. Hätte da 'ne Idee!
Loddarithmus 20.12.2014
... verspricht der Partei nun einen "radikalen Neustart in der Darreichungsform" ... Wie wär's in Zäpfchenform?
2. Politik und kein Marketing
t-o-m-k-o 20.12.2014
Was soll ein Werber erreichen? Inhalte zählen. Diese sind von der FDP nicht mehr zeitgerecht. Es gibt bald nur noch reich und arm. Die Reichen sind zu wenig, um eine Volkspartei daraus zu bauen. Die Werbeagentur weiß das wohl auch, aber freut sich über den fetten Auftrag!
3. Neustadt mit Farbwechsel?
inmyopinion61 20.12.2014
die FDP wurde von Frau Merkel geschluckt und vom Wähler ausgespuckt. Neue Farben ändern nichts, solange Personen wie der aalglatte feine Herr Lindner das Bild der FDP prägen.
4. Liberalismus !!!
caligus 20.12.2014
Liebe F.D.P. ! Erinnert Euch doch bitte einfach an das, wofür die F.D.P. jahrzehntelang stand: Liberalismus! Ich glaube, dass ihr diese Ziel schon seit vielen Jahren aus den Augen verloren habt! Ich glaube auch, dass viele Menschen deshalb schon gar nicht mehr wissen, wofür Liberalismus eigentlich mal stand, denn gerade heute, wäre das - so denke ich - wieder SEHR populär: Staatliche DE-Regulierung! WENIGER Staat in allen Lebenslagen! Es nerven die Menschen Verbotsparteien! Es nerven die Menschen Parteien, die uns sagen wollen, was gut für sie ist und was nicht. Die Menschen würden Parteien mögen, die den Menschen Selbstbestimmung zugestehen würden! Das war einmal Liberalismus!
5. Wie wäre es mit Rot?
nilux 20.12.2014
Dann gibt es wohl bald noch eine Partei, angesiedelt irgendwo zwischen Orange und Lila. Irgendeine Lücke im Farbspektrum muss es da ja noch geben, die Deutschland momentan noch fehlt.
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