Hamburg/Berlin - Birgit Homburger hat ihren Posten als stellvertretende FDP-Vorsitzende verloren. Beim Parteitag in Berlin unterlag die Ex-Chefin der Bundestagsfraktion am Samstag in einer Kampfabstimmung dem sächsischen Landesvorsitzenden Holger Zastrow. Im zweiten Wahlgang stimmten 323 Delegierte für Zastrow, 315 für Homburger. Zu Stellvertretern von Parteichef Philipp Rösler waren zuvor schon NRW-Landeschef Christian Lindner und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gewählt worden.
Rösler gab eigene Fehler zu und rief die Partei ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl auf, gemeinsam für den Erfolg von Schwarz-Gelb zu kämpfen. Zum Abschluss des Parteitags soll Fraktionschef Rainer Brüderle an diesem Sonntag zum Spitzenkandidaten für die Wahl am 22. September gekürt werden.
Bei der Wahl der weiteren Präsidiumsmitglieder galt vor allem Entwicklungsminister Dirk Niebel als gefährdet, der bis zur Wahl in Niedersachsen einer der härtesten Rösler-Kritiker war. Um Beisitzerposten bewarben sich auch Gesundheitsminister Daniel Bahr und der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki.
Im ersten Wahlgang zu den Beisitzern wurde der hessische Vize-Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn gewählt - mit 67,7 Prozent.
cis/sev/dba/dpa/Reuters/AFP
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