Wahl der FDP-Spitze: Vizeposten für Lindner, Leutheusser-Schnarrenberger und Zastrow

Sachsens FDP-Landeschef Zastrow: Kampfabstimmung gegen Birgit Homburger Zur Großansicht
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Sachsens FDP-Landeschef Zastrow: Kampfabstimmung gegen Birgit Homburger

Die FDP hat Philipp Rösler mit 85 Prozent erneut zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Christian Lindner, Holger Zastrow und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bestimmt. Birgit Homburger verliert damit ihren Vizeposten.

Hamburg/Berlin - Birgit Homburger hat ihren Posten als stellvertretende FDP-Vorsitzende verloren. Beim Parteitag in Berlin unterlag die Ex-Chefin der Bundestagsfraktion am Samstag in einer Kampfabstimmung dem sächsischen Landesvorsitzenden Holger Zastrow. Im zweiten Wahlgang stimmten 323 Delegierte für Zastrow, 315 für Homburger. Zu Stellvertretern von Parteichef Philipp Rösler waren zuvor schon NRW-Landeschef Christian Lindner und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gewählt worden.

  • Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Christian Lindner bekam 77,8 Prozent der Stimmen, der 34-Jährige bekam auf einem Parteitag am Samstag in Berlin 505 von 649 Stimmen.
  • Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bekam 539 von 644 gültigen Delegiertenstimmen. Das entsprach 83,7 Prozent. 74 Delegierte stimmten mit nein, 31 enthielten sich. Bei ihrer Wahl zur Stellvertreterin von FDP-Chef Philipp Rösler hatte Leutheusser-Schnarrenberger vor zwei Jahren noch 85,5 Prozent der Stimmen erhalten.
  • Zuvor hatte die FDP ihren Parteichef Philipp Rösler nach monatelanger Führungsdiskussion für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Der 40-Jährige erhielt am Samstag beim Berliner Bundesparteitag 85,7 Prozent der Delegiertenstimmen. Bei seiner ersten Wahl hatte er noch 95,1 Prozent bekommen.

Rösler gab eigene Fehler zu und rief die Partei ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl auf, gemeinsam für den Erfolg von Schwarz-Gelb zu kämpfen. Zum Abschluss des Parteitags soll Fraktionschef Rainer Brüderle an diesem Sonntag zum Spitzenkandidaten für die Wahl am 22. September gekürt werden.

Bei der Wahl der weiteren Präsidiumsmitglieder galt vor allem Entwicklungsminister Dirk Niebel als gefährdet, der bis zur Wahl in Niedersachsen einer der härtesten Rösler-Kritiker war. Um Beisitzerposten bewarben sich auch Gesundheitsminister Daniel Bahr und der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki.

Im ersten Wahlgang zu den Beisitzern wurde der hessische Vize-Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn gewählt - mit 67,7 Prozent.

cis/sev/dba/dpa/Reuters/AFP

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Was soll es ?
haarer.15 09.03.2013
Die alten Protagonisten sind auch die neuen. Im Grunde fast alles beim alten. Jedenfalls keine neuen Gesichter. Am Kurs ändert sich ohnehin nichts. Nein - vier Jahre Schwarz-Gelb war alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Unstimmig, teilweise gegensätzlich. Jedenfalls ständig konfliktbeladen und eher eine Notgemeinschaft als ein Harmonieverein. So war immer das Bild nach außen. Daran wird sich nichts ändern. Welchen Erfolg meint eigentlich Herr Rösler ? Der schwebte schon immer in anderen Sphären. Der Wähler aber ist schon bestraft genug. Dagegen hilft nur die Abwahl - nichts anderes.
2. Lindner und Vizeposten?!?!?
unixv 10.03.2013
Der Mann ist genau Richtig für die FDP, was er kann, wird er uns eindrucksvoll zeigen, die Tage! ;-) bei uns nennt man so einen, Versager, aber ist ja nur für die FDP! Wieviele Firmen hat der Mann mit Steuergeldern an die Wand gefahren? Weiter so! ;-)
3. FDP öffnen für Sie Türen....
lmademo 10.03.2013
Zitat von sysopDie FDP hat Philipp Rösler mit 85 Prozent erneut zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Christian Lindner, Holger Zastrow und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bestimmt. Birgit Homburger verliert damit ihren Vizeposten. FDP: Partei stärkt Rösler bei Parteitag, Lindner neuer Stellvertreter - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-partei-staerkt-roesler-bei-parteitag-lindner-neuer-stellvertreter-a-887883.html)
Westerwelle war bis zum vergangenen Jahr selbst Teil von Boerschs Firmenimperium. Er arbeitete bis zum 1. Oktober 2009 als Beirat der Beratungsfirma TellSell Consulting, an der Boersch beteiligt ist. Westerwelle hat dafür ausweislich seiner veröffentlichungspflichtigen Angaben auf der Bundestags-Webseite im Jahr 2006 mindestens 7000 Euro erhalten. TellSell-Beirat ist noch immer der FDP-Haushaltsexperte und schleswig- holsteinische FDP-Landeschef Jürgen Koppelin. Auf der Website von TellSell Consulting wird die Aufgabe der Beiräte klar definiert: "Unsere Beiräte öffnen für Sie Türen und bringen Sie mit relevanten Ansprechpartnern zusammen." Einer für alle, alle für einen: Wie Außenminister Guido Westerwelle, sein Bruder Kai, Lebenspartner Michael Mronz und Geschäftsfreund Cornelius Boersch geschäftlich verbunden sind - und voneinander profitieren.
4. Ein Verband
Hilfe2011 10.03.2013
ist zum Untergang verurteilt. Alles gegen die Masse, alles gegen Soziales, alles gegen die Gesellschaft. Hoffentlich merken sich die Bürger bis zur Wahl was das für menschenverachtende Gestalten sind. Konzeptlos gegen alles.
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